Tischtennis-Oberliga

TV Hude mit ordentlichem Start

Der TV Hude hat sich zum Auftakt deutlich mit 10:2 beim RSV Braunschweig durchgesetzt. Gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten Union Salzgitter setzte es derweil ein 3:9.
14.09.2020, 13:04
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl
TV Hude mit ordentlichem Start

Der TV Hude um Routinier Felix Lingenau holte gegen den RSV Braunschweig einen Pflichtsieg.

INGO MÖLLERS

Mit einem 10:2-Sieg beim RSV Braunschweig und einer 3:9-Niederlage bei Union Salzgitter ist der TV Hude in die Tischtennis-Oberliga gestartet. Damit liege der Aufsteiger im Soll, befand Felix Lingenau. „Insgesamt war das ein guter Auftakt, der Mut macht“, ergänzte der Huder Routinier.

Mit Pierre Barghorn für Ryan Farrell reiste der TVH nach Südniedersachsen. Farrell müsste aktuell nach der Heimkehr nach Irland in häusliche Quarantäne, somit sind erst mal keine Einsätze möglich. Braunschweig ist wie Hude aus der Verbandsliga aufgestiegen, konnte sich allerdings zur neuen Saison nicht verstärken und gilt als Abstiegskandidat. Zusätzlich fehlte die Nummer vier, Ersatzmann Roman Maul kommt aus der Bezirksoberliga. Somit standen die Huder bereits unter Druck, punkten zu müssen. Diesem hielten sie aber noch besser stand als erwartet, nach einer fulminanten ersten Einzelrunde führten sie schon mit 6:0. Richtig spannend machte es dabei nur der in die Mitte aufgerückte Finn Oestmann, der gegen Adrian Becovic schon mit 0:2 Sätzen und 8:10 zurücklag, nach der Abwehr von insgesamt acht Matchbällen aber noch gewann. Neuzugang Peter Igel musste sich zwar Alexander Baum knapp geschlagen geben, Florian Henke holte aber gegen Jens Dittmann, einen von zwei Antitop-Blockspielern bei Braunschweig, schon den Siegpunkt.

Nun kam es zur wohl bedeutendsten Neuerung im Spielsystem. Anstelle der weggefallenen Doppel zu Beginn wird nun im Einzel durchgespielt, auch wenn der Sieg einer Mannschaft schon feststeht. Die drei jungen Linkshänder in Hudes Reihen – Sören Dreier, Finn Oestmann und Pierre Barghorn – erhöhten weiter, lediglich Felix Lingenau kam etwas überraschend gegen Kai Kobbes Antitop-Spiel nicht durch und verlor mit 1:3. Das 10:2 sei aber dennoch deutlicher ausgefallen, als man sich im Vorfeld erhofft hatte, erklärte Lingenau.

Nach der erfolgreichen Pflicht folgte am nächsten Tag beim Regionalliga-Absteiger und Meisterschafts-Mitfavoriten Salzgitter die Kür. Zählbares war hier erwartungsgemäß nicht drin für die Huder, die aber teilweise gut mithielten. „Das hat Mut gemacht. Gerade auf den vorderen Positionen hatten wir Bedenken, dass es in der Liga schwer werden könnte, aber wir waren konkurrenzfähig“, fand Lingenau. Florian Henke holte schon im ersten Duell gegen Abwehrspieler Lukasz Dzikowski den ersten unerwarteten Zähler. Mit einem TTR-Wert von 2180 verfügte der Pole immerhin über 138 Punkte mehr als der Huder, der allerdings erfahrungsgemäß gut gegen Abwehrakteure spielt.

Obwohl die Huder meist gut mithielten, gingen die nächsten Partien dann aber doch alle an den Favoriten, sodass der TVH nach der ersten Runde mit 1:5 zurücklag. Interessant versprach dann die Partie zwischen den beiden Abwehrspielern Dzikowski und Peter Igel zu werden. Der Huder Neuzugang spielte aber seine ganze Routine aus und zwang seinen Gegner durch geduldige Schupfbälle zu Angriffsbällen, bei denen Dzikowski jedoch Igels Schnittwechsel meist überhaupt nicht einschätzen konnte. Am Ende stand ein Dreisatzsieg für den Huder, der den zweiten Durchgang sogar mit 11:0 für sich entschied. Nach Henkes knappem 2:3 gegen Krzysztof Lubin holte Sören Dreier den dritten und letzten Zähler für den TVH.

„Sören hat die erhofften Fortschritte gemacht, der Sprung in die Oberliga ist ja schon ein großer“, freute sich Felix Lingenau für den 15-Jährigen. Auch Peter Igels Leistung habe ihn eher positiv überrascht. „Man wusste ja nicht, wo Peter nach mehreren Jahren in der Landes- und Bezirksoberliga tatsächlich steht“, erklärte er. Lediglich auf den hinteren Positionen seien er selber und seine Mitspieler noch nicht auf dem erhofften Niveau. „Aber da ist auf jeden Fall noch Steigerungspotenzial“, meinte das Huder Urgestein.

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