Tischtennis-Verbandsliga

TV Hude ist dem Ziel ganz nahe

Dem TVH fehlt nach zwei Siegen gegen Oldendorf und Lüneburg nur noch ein Unentschieden, um die Meisterschaft perfekt zu machen.
09.03.2020, 16:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl
TV Hude ist dem Ziel ganz nahe

Ryan Farrell stand dem TV Hude erstmals in der Rückrunde zur Verfügung und durfte mit dem TVH zwei Erfolge bejubeln.

Ingo Möllers

Ganz kurz vor dem großen Ziel steht die erste Mannschaft des TV Hude in der Tischtennis-Verbandsliga. Nach Siegen bei der Spvg. Oldendorf und gegen den ESV Lüneburg würde den Hudern im nächsten Spiel beim TSV Lunestedt II ein Unentschieden ausreichen, um schon am drittletzten Spieltag Meister zu werden.

In Oldendorf setzte sich Hude mit 9:3 durch. Allerdings dürfte die Partie sowieso noch mit 9:0 für den TVH umgewertet werden, da Oldendorf wohl einen Ersatzspieler ohne Spielberechtigung für die erste Mannschaft eingesetzt hat. Tags darauf folgte ein 9:1 gegen den ESV Lüneburg. Erstmals in der Rückrunde konnten die Huder wieder auf Ryan Farrell zählen, der aus Irland angereist war. „Das war wichtig, gerade wegen des Ausfalls von Florian Henke“, erklärte Felix Lingenau.

Henke war zwar trotz Rückenbeschwerden mit nach Oldendorf gereist, kurzfristig wurde dann aber doch Finn Oestmann, der gerade erst mit der zweiten Mannschaft in Oldendorf gespielt hatte, für ihn aufgestellt. Außerdem traten im Doppel Marco Stüber und im Einzel Dietmar Scherf für Gerrit Meyer an, der nach seiner Rückenverletzung noch keinen Doppelspieltag bestreiten konnte. Oldendorf hatte nach dem Sieg gegen die Huder Reserve rotiert. Der angeschlagene Christoph Chrzanowski spielte nur im Doppel, Benjamin Rothkehl und Garret Hogg setzten aus, dafür sprang Paul Rietschel aus der zweiten Mannschaft ein.

Als es 4:1 für den TVH stand, kam aus der Whatsapp-Liveticker-Gruppe der Huder der Hinweis, ob Rietschel denn überhaupt spielberechtigt sei, der habe doch einen Sperrvermerk. „Das Spiel musste aber natürlich dennoch zu Ende gespielt werden, auch wenn der Wettkampf-Charakter dann fehlte“, erklärte Felix Lingenau. Er selber gegen Nico Henschen sowie Ryan Farrell und Sören Dreier gegen Marcel Seifert gaben die Punkte ab.

Tatsächlich hatte der in der zweiten Mannschaft gemeldete Rietschel vor der Hinrunde einen Sperrvermerk erhalten, weil sein TTR-Wert um mehr als 50 Punkte höher war als der von Akteuren aus der ersten Mannschaft. Zur Rückrunde hätte dieser auf Antrag der Oldendorfer zurückgenommen werden können, da die Differenz der Punktewerte abgenommen hatte. „Das kann aber nach der Wettspielordnung nur auf Antrag des Vereins erfolgen, nicht automatisch. Und der Antrag ist nicht gestellt worden. Wenn Rietschel also mitgespielt hat, muss ich das Spiel mit 9:0 für Hude werten“, erklärte Staffelleiter Lothar Fricke telefonisch auf Nachfrage. Vor einer offiziellen Wertung müsse er aber alles noch mal abschließend prüfen. Die gespielten Ergebnisse würden dann zwar in Bilanzen und TTR-Werte eingehen, nicht aber in die Tabelle. „Letztlich macht das aber auch keinen großen Unterschied. Auch den Oldendorfern war deutlich wichtiger, dass sie mit dem vorherigen Sieg gegen unsere Zweite den Klassenerhalt gesichert hatten“, erklärte Felix Lingenau.

Am Sonntag bekam es seine Mannschaft wieder mit einem Gegner zu tun, der gerade erst gegen Hude II gewonnen hatte. Die Lüneburger hatten damit ihre Aussichten im Kampf um den Relegationsplatz deutlich verbessert. „Respekt an Lüneburg. Das war eine der wenigen Mannschaften, die sich bei uns nicht im Vorfeld ergeben, sondern richtig gekämpft haben“, lobte Lingenau. Florian Henke setzte wieder aus, dafür spielte Gerrit Meyer, wenn auch noch nicht ganz genesen, wieder mit. Die Huder besiegten den Tabellenachten mit 9:1. „Das war aber eher zu deutlich. Die einzelnen Spiele waren richtig umkämpft, in den engen Phasen haben wir uns allerdings meist durchgesetzt. Solche Spiele würden wir uns häufiger wünschen“, meinte Lingenau. Viele knappe Sätze und drei Huder Fünfsatzsiege in Folge bestätigten seine Sichtweise. Letztlich musste sich aber nur Sören Dreier knapp Florian Rathmann geschlagen geben.

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