Springreiten

Verhaltener Jahresstart in Wüsting

Die Turnierserie Urban ClassX wechselte von Dressur zurück auf Springreiten. Es gab weniger Nennungen als erhofft, dennoch mischten diverse Reiter aus dem Landkreis mit.
11.01.2021, 16:25
Lesedauer: 4 Min
Zur Merkliste
Von Bettina Gnaß

Der achte Teil der Urban ClassX-Turnierserie in Wüsting musste wegen zu geringer Nennung auf drei Tage gekürzt werden. Zwei Prüfungen entfielen komplett. Unbeeindruckt davon gewann Nora Herrmann vom RV Ganderkesee die Springprüfung der Klasse M*.

Vor Turnierbeginn verkündeten die Veranstalter, dass es zu Änderungen im Ablauf des ersten Springturniers im neuen Jahr kommen würde: „Achtung es gibt am Donnerstag und Freitag Änderungen in der Zeiteinteilung“, hieß es in ihren Social Media-Kanälen. Die Planänderung war erforderlich, da das Nennergebnis für die Prüfungen am ersten Turniertag zu gering war. So wurde die Springpferdeprüfung der Klasse A, die das Turnier eigentlich hätte eröffnen sollen, komplett gestrichen. Auch die dritte Prüfung im ursprünglichen Zeitplan, eine Ein-Sterne-M-Springpferdeprüfung, musste entfallen. „Die Reiter, die Donnerstag genannt hatten, wurden angeschrieben und können selbstverständlich das Geld erstattet bekommen“, ließen die Turnierorganisatoren weiter verlauten und baten, sich für die Erstattung von Nenngeldern direkt an die Meldestelle der Urban ClassX zu wenden

Carsten Raschen holt Platz zwei

Die übrigen beiden Wettbewerbe vom Donnerstag, für die glücklicherweise genug Teilnehmer genannt hatten, wurden auf den zweiten Turniertag verschoben. So eröffnete am Freitagmorgen eine Springpferdeprüfung der Klasse L vor den beiden Richtern Rainer Ahlers und Birgit Bögel das Wüstinger Springturnier. Unter den sechs teilnehmenden Reitern war auch Nina-Carlotta Meiners vom RV Ganderkesee. Als zweite Starterin ritt sie auf der Oldenburger Stute Frieda M 4 durch den Parcours. Das Ergebnis war eine Wertenote von 7,20 und damit Platz vier. Die ersten beiden Plätze gingen an Tobias Meyer vom RUFB Falkenberg auf Casithargos-H (Wertenote 8.50) und auf Touloop – H (Wertenote 8,20), gefolgt von dem Iren Michael Duffy vom Dammer Reit-Club auf Chapton 2 (Wertenote 7,90).

Bei der Springprüfung mit Idealzeit der Klasse L wollten dreizehn Teilnehmer unter den Augen der Richter zeigen, was sie im Sattel können. Am besten gelang dies Michael Tietjen (RUFV Lohne) auf dem Mecklenburger-Wallach Don Capriccioso: In 69,68 Sekunden blieb er fehlerfrei und lag damit am dichtesten an der vorab festgelegten Idealzeit. Dirk Visscher vom RG Heilsfelde war im Parcours zwar ein wenig schneller unterwegs, damit aber weiter weg von der Idealzeit und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Dritte wurde Janne Visscher (FRV Filsum) auf dem Hannoveraner-Hengst Galito 10. Nicht platzieren konnten sich die beiden Reiter vom RC Hude: Carsten Raschen landete auf Nola 9 auf den achten Rang mit 1,00 Fehlerpunkten und einer Zeit von 64,85 Sekunden. Für seine Vereinskameradin Anna-Lena Meinken und die Stute Queenelly lief es noch ein wenig schlechter: Sie kassierten in 67,22 Sekunden 9,00 Fehler und schlossen auf dem letzten, dem dreizehnten Rang, ab.

Mehr Erfolg hatte Raschen beim M*-Springen: Er blieb hier auf der Hannoveraner-Stute Nola 9 fehlerfrei und erkämpfte sich den zweiten Platz. Mit einem zeitlichen Vorsprung von über zwei Sekunden zog nur Tobias Kuhlage vom RFV Havixbeck-Hohenholte an Raschen vorbei und siegte auf seiner Stute Pilotara G. Drittplatzierte wurde Vivian Martin (RUFV Cloppenburg) auf Zealously.

Bei den restlichen Prüfungen des ersten Tages taten sich keine weiteren Reiter der Region besonders hervor: Am zweiten M*-Springen versuchte lediglich Nora Herrmann ihr Glück, errang aber auf Doodle W nur den 34. Rang. Die M**-Springprüfung sowie das sportliche Highlight am Abend, das S*-Springen, verliefen gänzlich ohne Beteiligung aus dem Delmenhorster Umland. Der Sieg im anspruchsvollsten Wettbewerb ging schließlich an Hannah-Michelle Wilken (RFV Warendorf) vor Henrike Ostermann (RuFV Löningen-Böen-Bunnen) und Mario Stevens (RUFV Lastrup).

Wesentlich höher war die regionale Beteiligung bei den niedrigschwelligeren Prüfungen: Zunächst startete Janne Grimsehl (RV Ganderkesee) mit dem Stilspring-Wettbewerb mit erlaubter Zeit (Platz 13), bevor sie direkt im Anschluss gleich doppelt im Standard-Spring-Wettbewerb ritt. Am Ende freute sie sich hier über den zweiten Platz auf Nesquick 23 und landete gleichzeitig auch noch auf dem 28. Rang mit Chacho K.

An der Springprüfung Klasse A* nahmen insgesamt 67 Starter teil. Darunter war zum Beispiel Keno Hermann vom RC Hude, der auf Concerto 22 recht gut abschnitt und auf dem siebten Platz der ersten Abteilung landete. Zu ihm gesellten sich seine Fast-Namensvetterin Nora Herrmann (Rang 25) und Anna Sophia Meisel (Rang 35) aus dem Ganderkeseer Reitverein. Etwas weiter hinten im Tableau waren zudem Kathryn Wolgast (RC Hude, Rang 58) sowie Annabelle Menard (RV Grüppenbühren, Rang 59) zu finden.

Keno Hermann reitet auf Rang sieben

Fast dieselbe Namen erschienen auch in der noch besser gefüllten Starliste für die nachfolgende A**-Springprüfung. Keno Hermann war wieder gut in Form und erritt auch hier den siebten Platz, dieses Mal in der Abteilung zwei. Menard schloss auf Rang 51 ab, Nora Herrmann auf Rang 71 und Meisel auf Rang 73. Neu auf den Wüstinger Reitplatz trat bei diesem Wettbewerb Lea Oetken und gesellte sich auf Mowgli 50 zu ihren Vereinskolleginnen. Nach ihrem Ritt waren 4,00 Fehler und eine Zeit von 61,31 Sekunden auf ihrem Konto verbucht und bescherten ihr den 47. Rang. Vielleicht war dies aber nur eine Aufwärmübung für sie und den Fuchs-Wallach: Bei der abendlichen Stilspringprüfung schlossen sie nämlich besser ab und erstritten sich den elften Platz in der ersten Abteilung.

Am letzten Turniertag war die regionale Beteiligung zwar insgesamt wieder geringer, dafür aber umso erfolgreicher. Während niemand von den Vereinen aus Ganderkesee, Hude und Co. bei den ersten beiden Tagesprüfungen startete, schaffte es Annabelle Menard vom Grüppenbührener Reitverein auf den achten Platz der zweiten Abteilung im Punktespringen. Doch damit nicht genug: Beim allerletzten Wettbewerb des Wüstinger Turniers schaffte Nora Herrmann (RV Ganderkesee) dann, was weder ihr noch den anderen Reitern aus dem Umland bei diesem Turnier gelungen war: Auf dem Wallach Someone like you legte sie nicht nur einen fehlerfreien Ritt hin, sondern war auch schneller als die anderen Starter. Damit holte sie den ersten und einzigen Sieg bei den achten Urban ClassX für die Reiter aus dem Umland.

Kaum sind die achten Urban ClassX vorbei, geht es schon wieder mit strammen Schritten auf den nächsten Termin zu. So geht es wie gewohnt am kommenden Donnerstag weiter mit Springprüfungen verschiedener Klassen. Geplant sind bei den neunten Urban ClasssX dann wieder zwanzig Prüfungen an vier Tagen, unter anderem ein Youngster M*- sowie erneut ein S*-Springen. Zudem sind inzwischen die Ausschreibungen für die Februar-Turniere online und können unter www.urban-classx.de eingesehen werden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+