Reiten Urban ClassX: Lokale Teilnehmer mit durchwachsener Bilanz

Bei der 14. Ausgabe des Reitturniers in der Messehalle der Landtage Nord durften Amateure wieder an den Start gehen. Für die Reiter aus Ganderkesee, Hude und Grüppenbühren gab es jedoch kaum Platzeirungen.
22.02.2021, 14:53
Lesedauer: 5 Min
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Von Bettina Gnaß

Erst das Teilnahmeverbot für Amateurreiter, dann die Turnierabsage wegen Schnee und Minusgraden – der Februar startete sehr holprig für die Wüstinger Reitturnierserie Urban ClassX. Doch nun war bei Sonnenschein wieder alles beim Alten in der umgebauten Messehalle der Landtage Nord. Insgesamt 22 Prüfungen standen auf dem viertägigen Programm. Mehr als 350 Reiterinnen und Reiter nutzten die Gelegenheit und meldeten zum 14. Termin der Turnier-Serie. Zahlreiche Aktive aus dem Landkreis Oldenburg folgten dem Ruf: Darunter befanden sich Carsten Raschen und Moritz Baum vom RC Hude, Heike Jahncke und Marius Horstmann vom RV Ganderkesee sowie Tobias Jüchter vom RV Grüppenbühren. So richtig rund lief es für sie jedoch nicht.

Los ging es mit einer Springpferdeprüfung der Klasse A*, zu der 33 Reiter antraten. Unter ihnen auch Carsten Raschen vom RC Hude. Dieser hatte sich ein strammes Programm auferlegt: fünf Starts mit drei Pferden an einem Tag. Den Auftakt machte der Wallach Apollo CM und ging in der A*-Prüfung als 13. durch den Parcours von Werner Tapken. Am Ende erhielt das Duo Raschen-Apollo eine Wertung von 7,90 und landete damit auf dem neunten von zwölf Plätzen. Den Sieg holte Tobias Meyer vom RUFG Falkenberg.

Dünn besetztes M*-Springen

Für Raschen ging es mit der M*-Springpferdeprüfung weiter, die mit nur elf Teilnehmern recht dünn besetzt war. Der Huder führte dieses Mal den Hannoveraner Hengst Nevio D über die Hindernisse. Die Wertung von 7,50 reichte aber knapp nicht für eine der vier Platzierungen. So musste sich der Huder mit dem fünften Rang zufriedengeben. Besser lief es auch bei der anschließenden Springprüfung mit Idealzeit der Klasse L nicht. Zwar startete Raschen gleich zweimal, landete jedoch erneut nicht in den Plätzen. Auf der Hannoveraner Stute Nola 9 erreichte er den 14. Rang nach 65,84 Sekunden und 5,00 Fehlern. Bei seinem zweiten Turnierauftritt langte es für Nevio D nach 77,76 Sekunden und 10,00 Fehlern nur für Rang 21. Als persönlicher Abschluss der 14. Urban ClassX stand für Carsten Raschen ein M*-Springen an, welches er ebenfalls mit seiner Stute Nola 9 bestritt. Wie bei der ersten M*-Prüfung des Tages war auch hier das Teilnehmerfeld mit nur 18 Reitern überschaubar. Das Huder Gespann kam mit 5,00 Fehlern und damit auf dem neunten Rang aus dem Parcours. Der letzte Sieg des ersten Tages ging an Maximilian Wurster (RV Oldenburger Münsterland) auf Glen Ellen.

Am folgenden Turniertag traten mit Heike Jahncke und Nora Herrmann zwei Damen aus dem RV Ganderkesee auf die Bühne. Zumindest für Jahncke lief es dabei gut: Auf der zehnjährigen Stute Lillemor S blieb sie fehlerfrei und holte mit einer Zeit von 65,44 Sekunden den dritten Platz der zweiten Abteilung. Herrmann hatte dagegen kein Glück mit dem Wallach Someone like you: Insgesamt 27,00 Fehlerpunkte und 84,13 Sekunden waren nach ihrem Ritt auf der Anzeige zu lesen, gleichbedeutend mit dem 39. und damit letzten Rang.

Nur sechs sind fehlerfrei

Auch Jahncke und Lillemor S verließ das Glück kurze Zeit später beim Zwei-Sterne-M-Springen. 33 Starter konkurrierten in diesem Wettkampf, doch nur sechs schafften es, den Parcours fehlerfrei zu überwinden: Die Schnellste war mit 71,76 Sekunden Daniela Theelen (RV Oldenburger Muensterland) auf Coupon in der ersten Abteilung. Die zweite Abteilung führte Hans-Jörn Ottens (RC Stotel) auf Juliénas an. Jahncke landete dagegen mit 12,00 Fehlerpunkten und einer Zeit von 71,87 Sekunden abgeschlagen auf Rang 26. Damit war der Tag für die Reiter des RV Ganderkesee vorbei und sie überließen wieder dem RC Hude das Feld.

So war bei den beiden anspruchsvollen S-Prüfungen Moritz Baum (RC Hude) als alleiniger Vertreter der Region in der Teilnehmerliste zu finden. Ihm gelang es aber weder im Ein- noch im Zwei-Sterne-Wettbewerb, ohne Fehler durch den Hindernisparcours zu kommen. Er kassierte auf seiner Stute All in 10 jeweils vier Fehlerpunkte. Das bescherte dem Duo den 27. Rang im S*- und den zehnten im S**-Wettbewerb. Die sportlich anspruchsvollste Herausforderung dieses Urban-ClassX-Turniers gewann Amelie Ottens vom RC Stotel auf Quintus 133. Zweitplatzierter wurde Andreas Ripke aus dem TRSG Holstenhalle Neumünster auf Charly Brown B. Den dritten Platz belegte Jessica Freye (TG Bad Zwischenahn) auf Quimerico Chico.

Frühlingshafte Bedingungen

Mit einem Stilspring-Wettbewerb bei frühlingshaften Temperaturen ging es am nächsten Morgen mit einer wesentlich niedrigschwelligeren Prüfung weiter. Am erfolgreichsten aus lokaler Sicht agierte dabei Emily Deuble für den RC Hude. Auf dem Wallach L’amour 111 erkämpfte sie sich den siebten Platz.

Janne Grimsehl vom RV Ganderkesee startete mit zwei Pferden: Mit Magic Cookie holte sie den zwölften Platz, den sie mit Lena Witte (RUFV Holle-Wüsting e.V. 1925) teilte, darüber hinaus wurde sie mit Qalito 15.; Grimsehls Vereinskameradin Pia Betten folgte mit La Bella Lotti auf Rang 20.

Auch der zweite Wettbewerb des Tages war mit einem Standard-Springen amateurfreundlich ausgerichtet. Hier versuchten Pia Betten und die Hannoveraner-Stute erneut ihr Glück und schafften es auf den achten Platz. Mit vier Rängen Abstand folgten ihre Vereinskollegin Marie-Jolie Beyer mit ihrem Wallach Murphy (Platz zwölf). Die dritte Ganderkeseerin im Bunde – Josephine Antz – schrammte dagegen an den Platzierungen vorbei. Auf Haribo Colorado H langte es trotz einer fehlerfreien Runde nur für Rang 15. Drei Plätze dahinter folgte Emily Deuble bei ihrem zweiten Turnierritt. So richtig rund lief es auch im Anschluss nicht für die Huder Akteure: Bei der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L platzierten sich weder Anna-Lena Meinken (Rang 38) noch Loort Fleddermann (Rang 47).

Ein wenig anders sah es für den Ganderkeseer Reitverein aus: So schenkte der Wallach Cedric K seinem Reiter Marius Horstmann eine fehlerfreie Runde und damit den neunten Platz im M*-Springen. Bei Vereinskameradin Celina Cansu Kiran und ihrem Oldenburger Wallach Condesito lief es hingegen ganz und gar nicht. Bei ihrem einzigen Ritt in Wüsting sammelten sie 40,00 Fehlerpunkte. Nach 103,36 Sekunden landete die Paarung abgeschlagen auf dem 70. und damit letzten Rang.

Abschluss auf S-Niveau

Den Tagesabschluss gestaltete erneut ein Klasse-S-Wettbewerb, wenn auch dieses Mal nur ein einsterniger. Vor den Richtern Wilhelm Schemmink und Heiner Messing zeigten 19 Reiterinnen und Reiter ihr Können. Heike Jahncke stellte sich auf Lillemor S am vorletzten Turniertag der Herausforderung der höchsten Klasse. Stute und Reiterin strichen acht Fehler ein und schnitten auf Rang 14 ab. Am besten meisterte den Parcours Louisa Dangela vom RFV Harsum und Umgebung. Auf dem zweiten Platz schloss Enno Klaphake (RV Oldenburger Muensterland) und auf dem dritten Sebastian Elias (RG Klein Roscharden) ab.

Den Reitern aus dem Landkreis Oldenburg war auch am finalen Turniertag dieser Ausgabe das Glück nicht hold. Beim A*-Punktespringen schnitt Nora Herrmann (RV Ganderkesee) mit dem 33. Rang noch am besten ab, gefolgt von Jule Frericks (RC Hude). Der einzige Vertreter des RV Grüppenbühren bei diesem Turnier – Tobias Jüchter – schaffte es nur auf Rang 51, während Anna-Sophia Meisel (RV Ganderkesee) noch weiter hinten auf Rang 64 zu finden war. Ähnlich sah das Ergebnis beim A**-Springen aus: Nora Herrmann beendete den Wettkampf auf Rang 30, Jule Frericks auf Rang 33, direkt gefolgt von Tobias Jüchter. Finja Frerichs (RC Hude) landete auf dem 41. Rang, und zu guter Letzt war Lars Grimsehl (RV Ganderkesee) in der Rangliste auf Position 51 zu finden. Mit seinem 38. Rang beim finalen L-Punktespringen vermochte auch Loort Fleddermann (RC Hude) die Bilanz der heimischen Vereine nicht aufzuhübschen.

Donnerstag geht es weiter

Weiter geht es mit den Urban ClassX wie gehabt nach kurzer Pause. Für die kommenden vier Turniertage ab Donnerstag sind insgesamt 21 Prüfung ausgeschrieben. Im finalen Februar-Turnier in Wüsting sind keine S-Prüfungen vorgesehen, sondern vorrangig niedrigere Wettbewerbe der Klassen A* bis M**.

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