Reiten Springprüfungen sind abgeschlossen

Die Aktiven haben sich bei den Urban ClassX ein letztes Mal in Springwettbewerben bis zur Klasse S* gemessen. Weiter geht es nach Weihnachten mit der Dressur.
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Von Bettina Gnaß

Am vergangenen Wochenende haben sich die Springreiter ein letztes Mal für 2020 in Wüsting getroffen. Trotz des Corona-Lockdown durften die Veranstalter um Helmut Urban das fünfte Turnier der Urban ClassX ausrichten. Weiter geht es in der Reihe nun mit zwei Dressurturnieren.

Von Donnerstag bis Sonntag standen aber erst mal wieder Springwettbewerbe der Klassen A* bis S* an. Dass das Kräftemessen nicht den verschärften Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallen ist, verdankt es Paragraf zehn der Niedersächsischen Corona-Verordnung. In diesem Abschnitt wird geregelt, was für den Publikumsverkehr und Besuche geschlossen wird und was als Ausnahme weiterhin erlaubt ist. Individualsport allein, mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstands bleibt erlaubt. Hierzu gehört das Reiten und damit auch die Veranstaltung des Teams der LandTageNord-Erlebwas-Messe um den Initiator Helmut Urban. Mit einer gehörigen Portion Erleichterung teilten die Organisatoren daher am vergangenen Mittwoch mit, dass die Turnierserie auch in den kommenden Wochen weitergeführt werden darf. Einen Tag vor dem angesetzten Beginn der fünften Urban ClassX kam die frohe Botschaft zwar kurz vor knapp, aber dennoch rechtzeitig, sodass alle geplanten Prüfungen wie vorgesehen über die Bühne gingen.

Den Auftaktwettbewerb am Donnerstagmorgen bildete wie schon in den vorherigen Wochen eine Springpferdeprüfung der Klasse A**. Insgesamt 37 Teilnehmer ritten dieses Mal in den Parcours. Als klarer Sieger der Prüfung verließ Tobias Meyer die umgebaute Mehrzweckhalle. Sowohl der erste (auf Constantin) als auch der zweite Platz (auf Barr Bassid – H) ging an den Reiter der RUFG Falkenberg, gefolgt von Mylène Diederichsmeier (RV Aller-Weser) auf Rang drei. Direkt dahinter gesellte sich mit Tabea-Marie Meiners (RV Ganderkesee) eine Reiterin aus dem Landkreis Oldenburg dazu. Sie und ihr Oldenburger Springpferd-Wallach Conrad M mussten sich den vierten Platz allerdings mit dem Schweden Viktor Esselin (RG Klein Roscharden) teilen, der wie sie eine Wertnote von 8,30 erritt.

Nicht platzieren konnte sich in dieser ersten Prüfung des Turniers Meiners’ Vereinskameradin Johanna Pohjonen. Auf Amelie M reichte es mit einer Endnote von 7,80 nur für den 18. Rang. Ein wenig besser lief es für die Finnin vom RV Ganderkesee bei der anschließenden L-Springpferdeprüfung, in der sie ebenfalls auf ihrer Finnischen Warmblut-Stute Amelie M antrat. Hier schrammte sie nur knapp an den Plätzen vorbei und landete am Ende auf Rang zwölf bei insgesamt 30 Teilnehmern.

Vier Ränge hinter Pohjonen schloss Svenja Hempel vom RC Hude die Prüfung ab. Mit ihrem Wallach Coupieno holte sie eine Wertnote von 7,40. Damit teilte sie sich Rang 16 mit Nadine Langemeyer vom RSV Krähe-Stöckse auf Baron. Gleich nach der Mittagspause versuchte die Huderin erneut ihr Glück und startete mit dem Schimmel auch bei der zweiten L-Springpferdeprüfung des Tages. Hier musste sie sich allerdings mit einer Note von 6,00 und Rang 23 zufriedengeben.

Sieg für Svenja Hempel

Mehr Erfolg hatte Hempel dagegen mit der sechsjährigen Hannoveraner Stute Coockie. Das Duo bestritt sowohl die M*-Springpferdeprüfung als auch das M*-Springen am Donnerstag und landete einmal auf dem 14. sowie einmal auf dem zehnten Rang. Das Highlight für das Duo Hempel/Coockie war jedoch das L-Zwei-Phasen-Springen am Sonnabend, dessen erste Abteilung es nach einem fehlerfreien Ritt in 62,29 Sekunden gewann.

Am Donnerstagnachmittag gesellte sich mit der Mannschaftsolympiasiegerin Sandra Auffarth eine echte Reitsport-Größe zum Starterfeld der fünften Urban ClassX. Sie stieg dieses Mal auf der Hannoveraner Stute Dinara M ins Turnier ein. Die mehrfache Deutsche Meisterin in der Vielseitigkeit schaffte es direkt auf den vierten Platz der M*-Springpferdeprüfung, an der Svenja Hempel ebenfalls teilnahm. Auch beim anschließenden M*-Springen war Auffarth am Start. Nicht nur einmal, sondern gleich dreimal ritt die erfahrene Sportlerin des RV Ganderkesee mit: auf Dinara M (Rang 16), auf dem Holsteiner Hengst Tornado MT (Rang elf) und auf dem Hannoveraner Wallach Steve. Der achtjährige Fuchs zeigte sich in Topform, das Gespann blieb in 65,38 Sekunden fehlerfrei. Allein Tobias Kuhlage (RFV Havixbeck-Hohenholte) auf Pilotara G mussten sich Auffarth und Steve geschlagen geben.

Nach einer Nacht Erholung ging es für den Wallach und seine Reiterin aus Bergedorf am Freitagnachmittag beim ersten sportlichen Highlight des Turniers weiter, dem ersten von insgesamt zwei S*-Springen. Als elftes Duo starteten Auffarth und Steve und bewältigten den Parcours in 71,19 Sekunden. Dieses Mal lief es aber nicht ganz so gut, am Ende hatten sie vier Fehler auf dem Konto. So landete Auffarth bei ihrem letzten Wettbewerb am Turnier-Wochenende nur auf Rang 14.

An den zwei folgenden Tagen der fünften Urban ClassX waren aber noch weitere Reiter aus der Region erfolgreich. Beispielsweise startete Jule Freericks vom RC Hude in der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L am Sonnabend. In der zweiten Abteilung holte sie auf der elfjährigen Stute Fidorka Platz fünf. Und auch beim A**-Springen am Sonntag landete das Gespann nach einem Null-Fehler-Ritt auf dem fünften Rang. In der zweiten Abteilung des anschließenden L-Punktespringens (58 Punkte; 60,02 Sekunden) wurde sie Elfte. Über einen Sieg am letzten Turniertag in Wüsting durfte sich dagegen ihre Vereinskollegin Nora-Isabel Ludwig freuen. In der Stilspringprüfung der Klasse A* gewann sie auf dem deutschen Springpferd Colour my Heart Chronos die zweite Abteilung. Drei Plätze dahinter reihte sich Laurin Antz (RV Ganderkesee) auf dem Fuchs-Wallach Neroli ein. Und noch ein zweites Mal stand ihr Name auf der Ergebnisliste des Wettbewerbs, der schon um 8 Uhr morgens begann. Denn Antz trat zudem mit dem neunjährigen Wallach Coland’s Little an, mit dem sie den Wettbewerb jedoch nur auf Rang 43 abschloss.

Mit Frieso Fischer war auch der RV Grüppenbühren am Wochenende in Wüsting vertreten. Auf Loriot K nahm der Mittzwanziger am Sonntag gleich an zwei Wettbewerben teil. Die A**-Springprüfung beendete er mit vier Fehlern in 57,67 Sekunden auf Rang 36, die Punktespringprüfung der Klasse L mit 20 Punkten nach 59,37 Sekunden auf Rang 57.

Fortsetzung am 28. Dezember

Die finale Prüfung in Wüsting ging dagegen ohne Beteiligung aus der Region vonstatten. Ein Punktespringen der Klasse M* beendete das letzte Springturnier der Urban ClassX 2020. Weiter geht es nun mit der Dressur, und zwar sowohl zwischen den Feiertagen – vom 28. bis 30. Dezember – als auch am ersten Wochenende des neuen Jahres, also vom 2. bis 3. Januar. Ricks, Oxer und Co. werden dafür aus der Mehrzweckhalle an der Holler Landstraße geräumt und durch ein akkurat geharktes Viereck ersetzt. Der Nennschluss für das Turnier nach Weihnachten ist bereits am 21. Dezember verstrichen. Für das Dressurturnier im Januar können sich teilnahmeberechtigte Reiter der Reitsportverbände Weser-Ems, Hannover, Bremen, Westfalen, Rheinland und Schleswig-Holstein noch bis zum 26. Dezember anmelden.

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