Windpark in Prinzhöfte Arbeiten an „Wunderburg 2“ schreiten voran

Auf einer Fläche von 76 Hektar in Wunderburg und elf Hektar in Schulenberg werden sechs Windkraftanlagen gebaut, die jeweils eine Gesamthöhe von rund 200 Metern haben. Derzeit werden die Fundamente verlegt.
06.06.2022, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jana Budde

Die Arbeiten am Windpark „Wunderburg 2“ schreiten voran. Nachdem zunächst die Wege und Kranstellflächen befestigt wurden, sind mittlerweile auch die Tiefbauarbeiten größtenteils abgeschlossen, gibt Ekkehard Darge einen Einblick in den aktuellen Stand. Er ist beim zuständigen Unternehmen WPD Projektleiter für den neuen Windpark, der in der Gemeinde Prinzhöfte südlich der Autobahn 1 in Wunderburg und Schulenberg entsteht.

Derzeit werden die Fundamente für die sechs Windkraftanlagen gebaut. Die meisten Gründungen dafür sind fertig. Aus statischen Gründen ist vorab der Boden stabilisiert worden. Dafür wurden Schottersäulen im Rüttelstopfverfahren eingebracht. Oft muss auch Boden ausgetauscht werden, erläutert Darge, damit er stabiler wird. Das sei hier jedoch nicht notwendig gewesen. Wenn die Fundamente gegossen sind, müssen sie einen Monat lang abbinden.

Ab Juni wird die Kabeltrasse zum neuen Umspannwerk in Simmerhausen verlegt. Da diese unter der A 1 verläuft, wird die Autobahn kurzzeitig gesperrt. Das geschieht nachts und ist laut Darge unspektakulär. Für die Verlegung sind drei Monate Zeit einkalkuliert, sodass auch hier der Zeitrahmen gut eingehalten werden sollte.

Der Hochbau an den Windkraftanlagen beginnt laut Plan etwa im September, bis Ende des Jahres sollen die Windräder in Betrieb genommen werden. „Wir liegen sehr gut in der Zeit“, gibt sich Darge optimistisch, dieses Ziel einhalten zu können.

Der Bau des neuen Windparks war vom Rat der Gemeinde Prinzhöfte im März 2019 beschlossen worden. Auf einer Fläche von 76 Hektar in Wunderburg und elf Hektar in Schulenberg werden die sechs Windkraftanlagen gebaut, die jeweils eine Gesamthöhe von rund 200 Metern haben.

Der Rotordurchmesser liegt bei etwa 126 Metern. Das entspreche den Anlagen, die beispielsweise auch in Haidhäuser/Brettorf stehen, vergleicht der Projektleiter. Mit den sechs Anlagen könnten in einem Jahr über 60 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt werden.

Es ist vorgesehen, eine der Anlagen als Bürgeranlage zu betreiben. Zur Beteiligung kommt es, wenn die Windräder stehen, um Risiken auszuschließen.

Bevor es mit den Arbeiten an „Wunderburg 2“ losging, sind Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen worden. Nach Angaben von Darge wurden Brutbiotope für die Feldlerchen geschaffen. Außerdem seien Büsche und Bäume auf einer Länge von fast vier Kilometern gepflanzt worden. Teilweise sei an den Baustellenstraßen ein Amphibienzaun errichtet worden, um die Tiere zu schützen.

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