Bauprojekt in Prinzhöfte Arbeiten an Scheune sind angelaufen

An der Schulenberger Straße in Prinzhöfte wird eine alte Scheune wieder aufgebaut. Sie soll eine Bildungs- und Begegnungsstätte werden. Neben Fördermitteln steckt in dem Projekt viel Eigenleistung.
29.09.2021, 14:00
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Von Ellen Dückers

Der erste Spatenstich ist getan, die Erdarbeiten laufen, nächste Woche beginnen die Arbeiten am Fundament: An der Schulenberger Straße in Prinzhöfte wird eine alte Scheune wieder aufgebaut. „Endlich – es ist großartig“, wie Sabina Dalg-Vinken, Vorstandsmitglied des Vereins für ganzheitliches Lernen und ökologische Fragen, erleichtert feststellt.

Die Entscheidungsfindung sei langwierig gewesen, die Corona-Pandemie habe neue Fragen aufgeworfen. Werden Seminarräume überhaupt noch benötigt? Am Ende sei klar gewesen: Es fehle ein Raum, an dem Gemeinschaft gelebt werden sowie kleinere Veranstaltungen und Bildungsarbeit auch für ein geringeres Budget Platz finden könne, sagt Dalg-Vinken. In dem Gebäude soll die „Ökologische Bildungs- und Beratungsstätte Prinzhöfte“ entstehen.

Auf etwa 200 Quadratmetern sollen im Erdgeschoss ein großer Raum, in dem auch gegessen werden kann, und oben ein großer Seminarraum Platz finden. Die Scheune verfügt über zwei Eingänge – einen zum Hof hin und einen an der Waldseite. So könnten parallel zwei Veranstaltungen stattfinden, ohne sich zu stören, erklärt Sabina Dalg-Vinken. Hinzu kommen eine Küche und Sanitäranlagen. Eventuell könne später noch ein Raum angebaut werden, sagt sie.

Vorbereitungen für den Baustart

In den vergangenen knapp zwei Wochen wurden ein fester Untergrund vorbereitet, Gräben für Abwasserohre und andere Leitungen gezogen und Bäume gefällt, die von Schädlingen befallen waren. „Wir sind froh, dass es losgeht“, sagt Sabina Dalg-Vinken.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf 520.000 Euro. Die Endsumme sei aufgrund der steigenden Rohstoffpreise noch nicht genau abzusehen, sagt das Vorstandsmitglied. Der Verein hat für die Finanzierung Zuschüsse beantragt: 100.000 Euro kommen aus Leader, einem Förderprogramm der Europäischen Union. 10.000 Euro gibt es vom Land Niedersachsen, je 7500 Euro von der Gemeinde Prinzhöfte sowie der Samtgemeinde Harpstedt. Den größten Anteil, knapp 400.000 Euro, muss der Verein jedoch selbst über Kredite aufbringen.

In Eigenleistung

Der Verein ist beim Projekt auch auf eine andere Weise gefragt: Bereits in den vergangenen Monaten haben Mitglieder die alte Scheune in Eigenleistung abgetragen und das Eichenfachwerk für die Wiederverwendung aufbereitet. Zum Ende dürfen sie erneut anpacken. „Die Malerarbeiten drinnen und die Außengestaltung übernehmen wir selbst“, sagt Sabina Dalg-Vinken. So sollen etwa eine Holzterrasse, Sitzmöglichkeiten und ein Weg und Beete entstehen. „Alles, was sonst ein Gartenbauer getan hätte, erledigen wir selbst“, fügt sie hinzu.

Für 2022 hat Sabina Dalg-Vinken schon einen Termin: Die Eröffnung der Bildungs- und Begegnungsstätte soll im September nächsten Jahres stattfinden, sagt sie. Man rechne mit zwölf Monaten Bauzeit. Ein erster Schritt ist getan.

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