E-Football

Titel verpasst, Spaß gehabt

Der VfL Wildeshausen mit Nils Schlüter und Ole Lehmkuhl hat das entscheidende Spiel gegen den SC BW Papenburg verloren und beendet das Landesturnier damit als Dritter.
04.05.2020, 15:05
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Titel verpasst, Spaß gehabt
Von Michael Kerzel
Titel verpasst, Spaß gehabt

Nils Schlüter (links) und Ole Lehmkuhl vertraten den VfL Wildeshausen beim E-Football-Landesturnier und sicherten sich im Feld von sieben Teams den dritten Gesamtrang.

VfL Wildeshausen

Mit dem Gesamtsieg beim E-Football-Turnier der Landesliga Weser-Ems ist es am Ende nichts geworden, aber immerhin steht Platz drei zu Buche. Vollends zufrieden sind Nils Schlüter und Ole Lehmkuhl damit jedoch nicht. Dennoch hatten sie Spaß, auch wenn nicht alles optimal lief.

Sieben Teams haben in den vergangenen drei Wochen die Playstation-Controller in die Hand genommen und ihre Stärke bei Fifa 20 gemessen. Für den VfL Wildeshausen ging das Duo Schlüter/Lehmkuhl ins Rennen um den Titel an der Konsole. Die zwei Akteure absolvierten pro Spieltag eine Einzelpartie, beide Ergebnisse wurden anschließend addiert. Jedes Spiel dauerte 15 Minuten. Die virtuellen Krandelkicker hätten mit einem Sieg am finalen Spieltag gegen den SC BW Papenburg den Titel holen können, doch sie unterlagen mit 4:6 und landeten letztlich auf Rang drei. Schlüter setzte sich in seiner Abschlussbegegnung mit 3:2 durch, doch Lehmkuhl unterlag mit 1:4, sodass am Ende eine 4:6-Niederlage dabei herauskam.

„Wir haben drei Wochen lang alle drei Tage gespielt. Es war eine kurze und knappe Veranstaltung. Sie war ganz witzig“, bemerkt Lehmkuhl. Ein gleichwertiger Ersatz für die Zeit ohne realen Fußball sei E-Football jedoch nicht. Den Gesamtsieg holten die Papenburger mit 15 Punkten vor dem SC Melle, der – wie der VfL auch – zwölf Zähler einheimste. Im direkten Duell hatten sich die Wildeshauser am zweiten Spieltag mit 5:4 gegen Melle durchgesetzt, weisen insgesamt jedoch das schlechtere Torverhältnis auf.

Mit dem Gesamtergebnis ist Lehmkuhl halbwegs zufrieden. „Wir hatten uns vorab keine Ziele gesetzt, und die Platzierung ist ein bisschen egal, auch wenn man natürlich gerne gewinnt“, sagt der Landesligaspieler. Schlüter hingegen formulierte den Gesamtsieg als Ziel. „Als Sportler will man immer gewinnen, und wir wollten schon Erster werden. Ich glaube schon, dass mehr drin gewesen wäre“, meint er. Schlüter gewann die meisten seiner Spiele und war mit seiner Leistung entsprechend einverstanden. „Aber ich hätte meinem Gegner im letzten Spiel auch mehr Tore einschenken können, dann wäre es richtig spannend geworden“, vermutet er. Lehmkuhl stuft seine eigenen Leistungen hingegen als durchwachsen ein: „Ich habe ein Spiel gewonnen, einmal Unentschieden gespielt und viermal verloren. Ich habe zuletzt aber auch wenig Fifa gespielt. Hätte ich das öfter gemacht, wäre vielleicht mehr möglich gewesen“, berichtet er.

Den Modus, zwei Einzelspiele zu bestreiten und dann die Ergebnisse zusammenzurechnen, hält Lehmkuhl für sinnvoll. Ein abschließendes Doppel nach den beiden Einzelpartien hätte ihm zudem gefallen. „Ich weiß aber nicht, ob das online geht“, sagt er. Den aktuellen Modus bezeichnet Schlüter als nicht optimal. Er plädiert dafür, dass jedes einzelne Spiel bewertet wird, es also zweimal drei Punkte pro Spieltag zu holen gibt. Ein zusätzliches drittes Duell im Zwei-gegen-zwei-Modus sei außerdem überlegenswert. Bei der Kreismeisterschaft, die das Duo Schlüter/Lehmkuhl für sich entschied, wurde hingegen im Zwei-gegen-zwei-Modus gespielt.

Auch die Kommunikation unterhalb der Teams beim Landesturnier sei laut Schlüter nicht optimal gewesen. „Vielleicht sollte man eine WhatsApp-Gruppe gründen, damit man auf kurzem Weg auch mal ein Spiel von 20 Uhr auf 16 Uhr verlegen kann“, meint er. Zudem haperte es an der Organisation, so wollten wohl einige Teams nach dem Ligastart noch mitmachen. „Wenn mehr Teams mitmachen, hat das auch mehr Bedeutung. Eine Neuauflage mit mehr Teams ist im Gespräch. Und solange die Corona-Beschränkungen noch gelten, hat man auch genug Zeit, und ich würde wieder teilnehmen. Insgesamt kann man auf diesem Turnier aufbauen. Spaß hat es gemacht“, fasst Schlüter zusammen.

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