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Kevin Radke trägt künftig das Trikot des VfL Wildeshausen

Kevin Radke stieg mit dem SV Atlas Delmenhorst von der Kreisliga bis in die Regionalliga auf. Nun wechselt er die Farben und schließt sich dem Landesligisten VfL Wildeshausen an.
12.08.2020, 14:25
Lesedauer: 2 Min
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Kevin Radke trägt künftig das Trikot des VfL Wildeshausen
Von Michael Kerzel
Kevin Radke trägt künftig das Trikot des VfL Wildeshausen

Kevin Radke wechselt aus Düsternort in den Krandel.

Ingo Möllers

Mit Kevin Radke schließt sich ein weiterer ehemaliger Spieler des SV Atlas Delmenhorst dem VfL Wildeshausen an. Der 29-Jährige verstärkt ab sofort den Landesligisten und wird dort auf der Außenbahn, voraussichtlich vor allem als Verteidiger, zum Einsatz kommen. Bei den Blau-Gelben agierte er so gut wie immer als Rechtsverteidiger. Bei den Krandelkickern trifft er unter anderem auf seinen ehemaligen Teamkameraden Steven Müller-Rautenberg.

Zwischen dem VfL und Atlas besteht ein gutes Verhältnis, die Spieler und Verantwortlichen kennen und schätzen sich. „Zwischenmenschliche Beziehungen haben bei dem Wechsel sicherlich auch eine Rolle gespielt. Wir kennen uns lange, verstehen uns ganz gut und haben auch privat mal Kontakt. Wenn man dann die Chance sieht, so einen gestanden, erfahrenen Spieler zu holen, der auch noch zwischenmenschlich gut reinpasst, dann will man die nutzen“, erklärt Wildeshausen-Coach Marcel Bragula. Er geht davon aus, dass sich Radke schnell einfindet, zumal dieser mehrere Spieler wie Sascha Görke oder Maximilian Seidel gut kennt.

Die Erwartungen seitens des VfL an Radke sind durchaus hoch: „Ich traue ihm schon eine Führungsrolle zu. Er ist fit und bringt mit, was uns manchmal gefehlt hat: Wir sind zu lieb, das sage ich schon länger. Kevin bringt Körperlichkeit mit und lässt sich nicht zweimal bitten. Er ist aber auch ein guter Kicker“, lobt Bragula. Grundsätzlich sei es für die Krandelkicker von Vorteil, Spieler mit Erfahrung aus höheren Klassen im Kader zu haben. „Diese Spieler wie Kevin oder auch Marius Krumland können Erfahrungen an die Jüngeren weitergeben“, sagt Bragula.

Noch basteln er und Co-Trainer Patrick Meyer an der Taktik. Eine Außenbahn dürfte für Radke reserviert sein – welche ist noch offen. „Mit Alex Dreher und Kevin haben wir ein gutes Außenverteidiger-Duo. Beide haben schon links und rechts gespielt“, berichtet der Coach. Der bis dato etatmäßig als Linksverteidiger aufgebotene Lukas Schneider bleibt aller Voraussicht nach jedoch gesetzt, wenn auch als Innenverteidiger. Neben einer Viererkette kommt auch eine Dreierkette in Betracht, Radke würde dann wohl die Rolle des vorgezogenen Außenverteidigers – auch Schienenspieler genannt – übernehmen. „Kevin soll gesund bleiben, Spaß haben, Zeichen setzen und seine Gene hier einbringen“, fasst Bragula zusammen. Zudem könne sich der Neuzugang auch anderweitig im Verein verwirklichen, beispielsweise im Trainerbereich.

Radke sammelte bei Atlas knapp 12 000 Liga-Spielminuten in 149 Partien und erzielte 21 Tore. Der gebürtige Delmenhorster stieg fünfmal auf, gewann den Kreispokal sowie den Niedersachsenpokal der Amateure und stand im DFB-Pokal gegen den SV Werder Bremen auf dem Feld. „Neben meinem beruflichen Weg, der immer intensiver wird, haben die zwei langen verletzungsbedingten Ausfallzeiten dafür gesorgt, dass ich nicht auf dem Niveau bin, um in der Regionalliga anzugreifen. Klar hätte ich es gerne noch einmal versucht, aber den Zeitaufwand schaffe ich nicht, mit dem Beruf unter einen Hut zu bekommen“, erklärte Radke bei seinem Abschied.

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