Fußball-Landesliga Ein spektakulärer Fußballabend

Der VfL Wildeshausen hat sich bei GW Firrel mit 4:3 durchgesetzt. Der Mann des Abends war Timo Goldner.
22.10.2020, 13:05
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Ein spektakulärer Fußballabend
Von Justus Seebade

Firrel. Oftmals ist es so, dass ein spektakuläres Fußballspiel mit vielen Toren den Zuschauern natürlich besonders viel Spaß macht, den Trainern der beteiligten Mannschaften aber eher weniger. Beim 4:3 (2:2)-Erfolg des Landesligisten VfL Wildeshausen über GW Firrel ist das jedoch anders gewesen. Auch Marcel Bragula hatte seine Freude an der Partie. „Ich bin ehrlich: Ich habe das auch genossen. Es war ein überragender Fußballabend“, sagte der VfL-Trainer. Durch den Auswärtssieg stehen die Krandelkicker nach fünf Spielen bei acht Punkten und auf Tabellenplatz drei.

Die Begegnung auf dem engen Platz in Firrel begann gleich völlig verrückt. Manuel Suda schoss den Anstoß einfach mal in den Winkel – 1:0 für die Gastgeber (1.). „Schade, dass keine Kamera dabei war. Das war für mich ein Tor des Monats“, lobte Bragula den Torschützen. Seine Schützlinge hatten jedoch die passende Antwort parat, und das sogar im direkten Gegenzug. Nach dem Anstoß fuhren sie einen Angriff über die linke Seite, Timo Goldner legte am Ende quer auf Maximilian Seidel, der zum Ausgleich vollendete (2.).

Die nächste gute Chance vergab Seidel mit einem zu zentralen Schuss aus 20 Metern, ehe ein Firreler Eigentor das 2:1 für den VfL besorgte. Goldner brachte den Ball scharf in den Strafraum, Reinhard Grotlüschen lenkte die Kugel ins Netz (24.). Die Führung hatte aber nur fünf Minuten Bestand. Mit einem Aufsetzer markierte Suda das 2:2. Kurz darauf folgte eine Szene der extrem unschönen Art. Ein Firreler trat Robin Ramke im Mittelfeld von hinten um und sah dafür nur Gelb (30.). „So eine Aktion macht viel kaputt. Dann muss der Schiedsrichter konsequent sein und die Rote Karte zeigen. Das war ein bisschen der Wermutstropfen, weil es einfach unnötig war“, berichtete Bragula. Ramke musste verletzt vom Platz getragen werden. Bis zur Pause wurde die Partie nun hitziger, Tore fielen nicht mehr.

Die Gäste kamen gut aus der Kabine und erzielten relativ schnell die erneute Führung. Rene Tramitzke bediente mit einem starken Pass den überragenden Goldner, der zum 3:2 abschloss (54.). Wenig später hätte Ole Lehmkuhl nachlegen müssen, vergab jedoch frei vor dem Kasten. Stattdessen stellten die Platzherren auf 3:3. VfL-Torwart Miguel Förster wehrte einen Versuch ab, mit dem Nachschuss war George Goguadze erfolgreich (66.). Anschließend war es ein Spiel auf des Messers Schneide, doch das letzte Wort hatte Timo Goldner. Er setzte sich per Solo gegen drei Firreler durch und versenkte den Ball im GW-Kasten (78.). Die Wildeshauser verteidigten in der Schlussphase mit allem, was sie hatten, und überstanden auch die laut Bragula neuneinhalbminütige Nachspielzeit schadlos.

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