Schützenverein Lüerte-Holzhausen Projekt „Zukunft“ startet

Der Schützenverein Lüerte-Holzhausen will sich moderner aufstellen. Um einen neuen Luftgewehrstand zu finanzieren, hat der Vorstand jetzt ein Crowdfunding-Projekt angeschoben.
16.01.2019, 16:53
Lesedauer: 2 Min
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Von Martin Siemer

Wer die Schützenhalle in Lüerte betritt, den empfängt der Charme der 1970er und 1980er Jahre. Die Räume sind zwar rustikal und gemütlich, die Sicherheitsvorkehrungen auf dem aktuellen Stand. Wer jedoch Menschen für das Sportschießen begeistern will, der muss mehr bieten. Der Schützenverein Lüerte-Holzhausen schiebt deshalb das Projekt „Zukunft“ an. Ein Vorhaben, das über mehrere Jahre angelegt ist. Im ersten Schritt soll der Luftgewehrstand modernisiert werden. „Wir investieren in die Zukunft und ersetzen die bisherigen Schiebenzuganlage gegen sechs elektronische Schießstände“, erklärte Gerold Meyer-Nicolaus, Kassenwart des Vereins. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Dirk Depken, Sportleiter Marc Jäschke und Schriftführerin Sandra Nicolaus stellte er das Projekt vor.

Rund 25 000 Euro investiert der Verein in diesem ersten Schritt in die Modernisierung. Neben eigenen Mitteln setzt der Verein dabei auch auf ein Crowdfunding der Volksbank Wildeshauser Geest. „Die Bank legt auf jeden gespendeten Euro einen Euro obendrauf, sodass am Ende 6000 Euro zur Verfügung stehen“, erläutert Meyer-Nicolaus. Von den 3000 Euro, die Spender und Sponsoren aufbringen müssen, sind in den ersten vier Wochen der Crowdfunding-Auktion bereits 1100 Euro zusammengekommen. Noch bis zum 5. März können Beträge über die Webseite der Volksbank Wildeshauser Geest unter www.vbwildeshauser-geest.viele-schaffen-mehr.de/lgstand eingezahlt werden.

Beim neuen elektronischen Schießstand wird mit den regulären Luftgewehren geschossen, die die Sportschützinnen und Sportschützen des Vereins auch bei ihren Wettbewerben nutzen. „Die Kugeln landen in einem Infrarot-Messrahmen, der das Schussergebnis ermittelt“, erläutert Marc Jäschke. Der Treffer wird dem Schützen auf einem Tablet angezeigt. Mittels QR-Code kann das Ergebnis auch auf das eigene Smartphone geladen werden. „Der Schütze kann sich also voll auf die Schussabgabe konzentrieren. Bei den Zuganlagen musste jedes Mal erst die Scheibe heran gekurbelt werden“, ergänzt Meyer-Nicolaus.

Gerade im Kinder- und Jugendbereich, wo auch mit sogenannten Lichtpunktgewehren geschossen wird, bietet die neue Anlage einen weiteren Vorteil. „Die Jugendlichen trainieren im Moment auf unserer alten Anlage. Wenn sie dann zum Wettbewerb auswärts eine elektronische Anlage vorfinden, sorgt das schon für ein wenig Unsicherheit“, weiß Sandra Nicolaus.

Die elektronische Anlage ermöglicht es auch, die Schießergebnisse auf einen Monitor im Zuschauerraum zu übertragen. „Wir haben das schon mal mit der Lichtpunktanlage probiert, das kam sehr gut an“, sagte Jäschke. In einem späteren Schritt wird auch der vorhandene Kleinkaliberschießstand auf eine elektronische Auswertung umgebaut.

Im Rahmen des Projekts Zukunft soll auch der Aufenthalts- und Versammlungsraum saniert und renoviert werden. Zunächst gilt es aber, die Finanzierung des Umbaus des Luftgewehrstandes sicherzustellen. Die Crowdfunding-Aktion ist ein Baustein. „Wir haben auch Förderanträge an den Kreissportbund und an den Landkreis gestellt“, sagte Meyer-Nicolaus. Eine mögliche Finanzierungslücke soll über ein Darlehen geschlossen werden. Bereits die Sanierung des Daches der Schützenhalle wurde so erfolgreich realisiert.

Insgesamt rechnet der Vorstand mit einer Projektdauer von bis zu sieben Jahren. Der Verein will sich damit auch langfristig positionieren, um den rund 100 Mitgliedern, davon etwa 15 Kinder- und Jugendliche, optimale Bedingungen für den Schießsport zu bieten. Bis zu 40 Sportschützen nehmen regelmäßig an Wettbewerben teil. Nicht wenige von ihnen sind dabei ausgesprochen erfolgreich.

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