Stadtratswahl Wildeshausen

SPD trotz großer Verluste stärkste Kraft

Weil sich die Christdemokraten in Wildeshausen auf zwei Parteien aufteilen, wird die SPD trotz eines Verlusts von 6,62 Prozent stärkste Kraft im neu gewählten Stadtrat.
13.09.2021, 18:05
Lesedauer: 1 Min
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SPD trotz großer Verluste stärkste Kraft
Von Tobias Hensel
SPD trotz großer Verluste stärkste Kraft

Die CDU-Abspaltung CDW erreichte aus dem Stand gut elf Prozent, was ungefähr dem Verlust der CDU entsprach. Gottvertrauen könnte den beiden christdemokratischen Parteien helfen.

INGO MÖLLERS

Das Ergebnis der Stadtratswahl wird die Wildeshauser Politik noch einige Zeit beschäftigen dürfen, denn auf den ersten Blick erscheinen die Stimmenzuwächse und -verluste reichlich paradox. Die Sozialdemokraten verschlechtern ihr Ergebnis im Vergleich zur vorigen Wahl im Jahr 2016 um 6,62 Prozent, verlieren zwei Sitze und werden dennoch stärkste Kraft mit 20,99 Prozent und sieben Sitzen. Die CDU verliert massiv, nämlich 11,4 Prozent und dennoch wird sich ihre Fraktion Stand heute vergrößern, nämlich um drei Sitze auf neu sieben. Allerdings war die CDU-Fraktion bis zu ihrer Aufspaltung vor rund drei Jahren mit elf Sitzen noch deutlich größer.

Der eigentliche große Wahlsieger ist sodann auch die Christlich Demokratische Wählergemeinschaft Wildeshausen (CDW), die erstmals zur Wahl antrat und aus dem Stand 11,3 Prozent der Stimmen holte und sich damit im neuen Stadtrat vier Sitze sichern wird; genau die vier Sitze, die die CDU im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren verloren hat.

Künftig werden dem Stadtrat neun Fraktionen angehören. Ebenfalls erstmals angetreten war die AfD, die 4,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und künftig zwei Sitze stellen wird. Die Grünen konnten ebenso wie die FDP die Zahl ihrer Sitze verdoppeln und wachsen jeweils von zwei auf vier Sitzen an. Während die FDP ihr Stimmenergebnis mit 13,15 mehr als verdoppelte (ein Plus von 8,09 Prozent), reichten den Grünen dafür 12,01 Prozent (+5,15).

Die UWG verliert nach dem Verlust von knapp acht Prozent ein Drittel ihrer Sitze und kommt neu auf 12,08 Prozent und vier Plätze im Rat. Der ehemalige CDU-Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff trat nach 2016 abermals als Einzelkandidat an. Der 83-Jährige erhielt 716 Stimmen, was einem Anteil von 2,77 Prozent entspricht und zieht damit wieder in den Stadtrat ein.

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