Jan Harpstedt

DHEF zieht gemischte Bilanz

Corona hat auch den Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunden das Leben erschwert. Auf der Jahreshauptversammlung warf der Vorstand einen Blick zurück und voraus. Im September ist eine Zusatzfahrt geplant.
31.08.2021, 13:46
Lesedauer: 2 Min
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DHEF zieht gemischte Bilanz
Von Kerstin Bendix-Karsten

Die historische Kleinbahn „Jan Harpstedt“ verlängert ihre Sommersaison um eine Zusatzfahrt im September. Wie Joachim Kothe von den Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunden (DHEF) mitteilt, wird die Bahn nicht nur am Sonntag, 5. September, sondern zusätzlich auch am Sonntag, 19. September, fahren. Diesen Beschluss haben die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung getroffen.

Wer einen Blick in die Fahrzeughalle der DHEF werfen will, hat dazu am Tag des Denkmals – am Sonntag, 12. September – Gelegenheit. Zwischen 13 und 17 Uhr wird diese für interessierte Besucher geöffnet sein. Bei gutem Wetter sind laut Kothe Draisinenfahrten auf dem Bahnhofsgelände geplant. Zugverkehr findet an diesem Tag nicht statt. Eine Anmeldung für den Denkmaltag ist nicht erforderlich, wohl aber eine Registrierung vor Ort mit der Luca App oder auf Papier.

Gemischte Bilanz

Auf der Jahreshauptversammlung warf der erste Vorsitzende der DHEF, Andreas Wagner, auch einen Blick auf die Saison 2020 zurück. Er zog eine gemischte Bilanz: „Erfreulicherweise konnten wir noch die Winterfahrten und die Kohltouren durchführen, bevor der Betrieb dann im März vollständig zum Erliegen kam.“ Ab Mai sei ein stark eingeschränkter Werkstattbetrieb möglich gewesen. Im Juli und August habe es Zugfahrten auf halber Strecke mit erheblich limitiertem Passagieraufkommen gegeben. Als erheblichen Umsatzverlust bezeichnete Wagner auch den kompletten Ausfall der Nikolausfahrten im Dezember. „Ob die in diesem Jahr wieder stattfinden können, lässt sich derzeit überhaupt noch nicht absehen“, fügte er hinzu.

Wagner bedankte sich bei allen aktiven Museumsbahnern für ihren Einsatz sowie bei allen Vereinsmitgliedern, dass sie ihrer Museumsbahn die Treue gehalten haben. Insbesondere würdigte der erste Vorsitzende die Arbeit seiner Stellvertreterin Sabine Dube, die sich um die Buchungen der Fahrgäste kümmere und dafür sorge, dass bei der Sitzplatzvergabe in den Waggons die ausreichenden Abstände zwischen den Einzelreisenden, Familien und Gruppen eingehalten würden. „Das führt unter Umständen bei jeder neuen Buchung zu Umstellungen, was sehr arbeitsaufwendig ist“, merkte Wagner an.

Hoffen auf normale Bedingungen

Bei den anschließenden Wahlen bestätigten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung den Vorstand des Vereins mit Andreas Wagner als ersten Vorsitzenden und seinen Stellvertretern Sabine Dube und Uwe Dierks. Alle drei gaben abschließend der Hoffnung Ausdruck, dass die Kleinbahn „Jan Harpstedt“ in der kommenden Saison 2022 wieder zu halbwegs normalen Bedingungen mit Volldampf auf der gesamten Strecke zwischen Harpstedt und Delmenhorst unterwegs sein könne. „Wir wollen Züge fahren und nicht nur Fahrzeuge reparieren und aufarbeiten, auch wenn das ein wichtiger Teil unserer musealen Arbeit ist“, sagte der dreiköpfige Vorstand.

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