Klinikmord-Prozess "Wir sind kein Untersuchungsausschuss"

Eine gewisse Erleichtung mochten am Montag vier der sieben Angeklagten im Klinikmord-Prozess in Oldenburg verspürt haben: Laut Einschätzung des Gerichts gibt es keine ausreichenden Beweise gegen sie.
04.07.2022, 18:21
Lesedauer: 3 Min
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Von Katia Backhaus

Frühmorgens, auf der Anästhesiestation. Kein üblicher Arbeitsort für eine Pressereferentin, aber es ist auch kein gewöhnlicher Arbeitsauftrag. Gemeinsam mit dem damaligen Geschäftsführer des Klinikums Oldenburg und der Pflegedienstleitung steht sie vor der Frühschicht der Anästhesie und hört, wie ihr Chef in die Runde fragt: "Was war damals los?" Wer etwas wisse über mögliche Taten des Pflegers Niels Högel, ergänzt er, möge nun etwas sagen oder zu einem vertraulichen Gespräch vorbeikommen. An diesen Morgen im September 2014 erinnert sich die Zeugin vor Gericht so gut, dass man nachspüren kann, wie sich in jenen Tagen vor ihrem geistigen Auge Stück für Stück entfaltete, was sie als "Horrorvorstellung einer Pressereferentin" bezeichnet: ein Krankenpfleger, der im Dienst Menschen tötet, und damit auch den Ruf der Klinik zu Staub zermalmt.

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