Corona-Pandemie

Größere Feiern wieder möglich

Wer eine Hochzeit oder einen Geburtstag im privaten Rahmen feiern möchte, kann dies im Landkreis Oldenburg ab sofort tun. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz ist mehr als fünf Werktage in Folge unter zehn geblieben.
21.06.2021, 17:52
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Größere Feiern wieder möglich
Von Kerstin Bendix-Karsten
Größere Feiern wieder möglich

Auf dem Wochenmarkt entfällt ab sofort im Landkreis Oldenburg die Maskenpflicht.

Björn Hake

Der Inzidenzwert ist auch am Montag im Landkreis Oldenburg mit einem Wert von 8,4 unter der Zehner-Grenze geblieben. Weil es der fünfte Werktag in Folge ist, kommt es im Kreisgebiet ab sofort zu weiteren Lockerungen. Diese betreffen die Schutzmaßnahmen im Bereich der Zusammenkünfte, der Veranstaltungen, der touristischen Angebote sowie der Beherbergung, der Gastronomie und im Bereich der Wochenmärkte, wie die Kreisverwaltung am Montagnachmittag mitteilte. Die nun geltenden Regelungen im Landkreis Oldenburg basieren auf der neuen Corona-Verordnung, die das Land Niedersachsen am Wochenende den derzeitigen Entwicklungen angepasst hat.

„Bei aller Freude und mehr Normalität müssen wir aber auch weiterhin vorsichtig bleiben, denn die Pandemie ist leider noch nicht vorbei", erklärt Landrat Carsten Harings. Seine mahnenden Worte gehen in dieselbe Richtung wie die der niedersächsischen Landesregierung, die vor der sich weiter verbreitenden Delta-Variante des Coronavirus warnt und mit der neuen Corona-Verordnung nach wie vor zumindest einige Leitplanken für Begegnungen zwischen Menschen einzieht. Deshalb appelliert auch der Landrat weiter an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Einzelnen: "Lasst uns die Basismaßnahmen weiter akribisch anwenden, um die erfreuliche Entwicklung nicht aufs Spiel zu setzen.“

Für die Menschen im Landkreis Oldenburg bringt die neue Corona-Verordnung folgende Lockerungen mit sich:

Die Begrenzung der Kontaktbeschränkungen auf drei Haushalte entfällt. Es sind aktuell Treffen von bis zu zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten zulässig, also zehn aus zehn – zuzüglich vollständig geimpfter und genesener Personen sowie dazugehörender Kinder unter 14 Jahren. Im Bereich der Wochenmärkte entfällt bei einer Inzidenz unter zehn die Pflicht, eine Maske zu tragen. Neu ist auch, dass auf Einzelhandelsparkplätzen die Maskenpflicht bis zu einer Inzidenz von 35 entfällt.

Private Zusammenkünfte in geschlossen Räumen dürfen mit bis zu 25 Personen stattfinden, unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen. Nicht mit eingerechnet werden Kinder dieser Personen bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren, geimpfte und genesene Personen sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte von Menschen mit einer wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit.

Für Sitzungen, Zusammenkünfte oder Veranstaltungen gilt nach der Neuregelung, dass keine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden muss, soweit an der Sitzung, Zusammenkunft oder Veranstaltung in geschlossenen Räumen nicht mehr als 25 Personen und unter freiem Himmel nicht mehr als 50 Personen teilnehmen.

Mehr als 25 Personen drinnen

Möglich sind fortan auch private Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen oder mehr als 50 Personen unter freiem Himmel, wenn die für diese geschlossene Feier verantwortliche Person sicherstellt, dass nur Personen mit negativem Test, einer vollständigen Impfung oder Genesung teilnehmen. Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren unterliegen nicht der Testpflicht. Das bedeutet: Hochzeits-, Geburtstags- und Einschulungsfeiern sind fortan auch im privaten Rahmen wieder möglich.

Wenn mehr als 25 Personen drinnen oder mehr als 50 Personen draußen zusammenkommen, gelten die Abstands- und drinnen auch die Maskenpflicht, solange nicht ein Sitzplatz eingenommen wurde. Eine Schachbrettbelegung mit einem reduzierten Abstand von einem Meter ist möglich, in geschlossenen Räumen allerdings nur mit Lüftungsanlagen mit Frischluftzufuhr, heißt es. Die Abstands- und die Maskenpflicht entfällt, wenn stattdessen alle nicht vollständig geimpften oder getesteten Personen einen negativen Testnachweis vorlegen. Für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ist eine Genehmigung der zuständigen Behörden erforderlich.

In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung auf die Neuregelung zur Datenerhebung und Dokumentation hin. Diese sind zukünftig durch den Veranstalter notwendig, soweit hieran in geschlossenen Räumen mehr als 25 Personen oder unter freiem Himmel mehr als 50 Personen teilnehmen. Durch die Regelung soll sichergestellt werden, dass eine Kontaktnachverfolgung ermöglicht wird, um Infektionsketten effektiv und schnell erkennen und durchbrechen zu können.

Bei den geschlossenen Feiern in der Gastronomie entfallen bei einer Inzidenz von nicht mehr als zehn die zahlenmäßigen Begrenzungen. Bei Feiern ab 25 Personen drinnen und ab 50 Personen draußen müssen aber alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Personen einen negativen Testnachweis vorlegen.

Stadtführungen und Führungen durch Natur und Landschaften sind uneingeschränkt zulässig. Die Teilnehmer müssen das Abstandsgebot nicht mehr einhalten, auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung entfällt.

Touristische Übernachtungen

Bei Beherbergungen zu touristischen Zwecken muss ein Test mit negativem Ergebnis nur noch einmalig bei der Anreise vorgelegt werden. Vollständig geimpfte Personen und vollständig genesene Personen können diese Nachweise nutzen. Das bisherige Verbot des Übernachtens zu touristischen Zwecken in Wohnmobilen und Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Flächen und auf für die Öffentlichkeit geöffneten Flächen unabhängig von der Inzidenz entfällt komplett, teilt die Kreisverwaltung mit. Anderweitige gesetzliche Regelungen, insbesondere die der Straßenverkehrsordnung und des Straßenverkehrsgesetzes, bleiben unberührt.

In Clubs und Diskotheken müssen alle Gäste einen negativen Testnachweis vorlegen oder einen Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung. Dafür entfällt dann aber die Pflicht zur Maske und zum Abstand halten.

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