Samtgemeinde Harpstedt Mehrere Jubiläen und neue Bauvorhaben

Bürgermeister Herwig Wöbse hat auf das vergangene Jahr der Samtgemeinde Harpstedt zurückgeblickt. Dabei fiel mehrmals die Zahl 50, die zugleich für mehrere Feierlichkeiten verantwortlich war.
03.01.2020, 17:58
Lesedauer: 3 Min
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Von Nico Brunetti

Wie ist die aktuelle Situation in der Samtgemeinde Harpstedt? Eine Frage, die Bürgermeister Herwig Wöbse am Freitag beantwortete. Bei einem Pressetermin gab er Auskunft über die Geschehnisse des gerade erst abgelaufenen Jahres 2019 – ohne dabei den Blick nach vorne zu vergessen.

Baubereich: „Im Jahr 2019 sind mehrere große Bauvorhaben planerisch angeschoben worden“, berichtete Wöbse, der damit unter anderem den Neubau des Feuerwehrhauses in Colnrade meinte. Weiter kündigte er an, im Jahr 2020 mehr in die Umsetzung zu kommen. Ein Neubau der sogenannten und von Schimmel befallenen „Hochzeitsbrücke“ ist aktuell allerdings unwahrscheinlich. „Die Brücke ist bis auf Weiteres gesperrt und ich denke, das alte Brückenwerk wird bei passender Witterung abgebaut.“ Zur Freude von Wöbse gibt es Interesse an freien Grundstücken. „Wohnbaumäßig tut sich eine ganze Menge. Das ist begrüßenswert, dadurch können wir einen Sprung nach vorne schaffen.“

Kindertagesstätten: Durch einen Mobilbau bei der Harpstedter Kita „Waldburg“ ist es gelungen, allen angemeldeten Kindern ein Kinderplatzangebot machen zu können. „Das war nicht so einfach, das so schnell auf den Weg zu bringen. Sowohl für Eltern als auch für die Verwaltung war das eine gewisse Belastung, wie und wo man die Kinder unterbringen kann“, zeigte sich Wöbse erleichtert.

Freibad: Knapp 179 800 statt 189 493 Euro: Rein faktisch betrachtet müsste die Bilanz des Rosenfreibades in Harpstedt schlecht ausfallen. Aber das wäre zu kurz gedacht. „Das relativiert sich, wenn man weiß, dass es 2018 einen Super-Sommer gab und wir da so viel wie noch nie eingenommen haben.“ Dass das Freibad 81 816 Gäste und damit letztlich nur 5550 Gäste weniger als im Vorjahr begrüßte, sei aufgrund eines anfänglichen Personalmangels eher beachtlich. Trotz eines finanziellen Zuschussbedarfes von rund 350 000 Euro, zweifelt Wöbse auch nicht an der Wichtigkeit des Freibades. Ein Beleg ist die Planung für einen Neubau des Technikkellers.

Bücherei: Die Samtgemeindebücherei verzeichnete einen guten Zulauf. Mit rund 41 000 Ausleihen, 3000 mehr als 2018, ist eine leichte Steigerung gelungen. Wöbse: „Die räumliche Nähe der Grundschule ist sehr förderlich.“

Jugendpflege: Das Interesse an den Ferienbetreuungen ist stabil geblieben. In insgesamt fünf Wochen seien täglich bis zu 25 Kinder gekommen. Bei den 59 Ferienspaßaktionen gab es 1005 Teilnehmer.

Oberschule: Im August ist das Oberschulgebäude in Harpstedt, früher Mittelpunktschule und später Haupt- und Realschule, 50 Jahre alt geworden. Ein Jubiläum, das mit einem kleinen Empfang und dem anschließenden Tag der offenen Tür am 3. Mai gefeiert worden ist.

Tourismus: Ebenfalls 50 Jahre alt ist nun schon die Partnerschaft Harpstedt-Loué. Im Rahmen der Feierlichkeiten fand deshalb eine zweisprachige Gästeführung für 260 Personen statt. Im Jahr 2020, in der Zeit vom 1. bis zum 5. Juni, steht der Besuch einer polnischen Gemeindedelegation an. Dieser soll den Kontakt zwischen der Landgemeinde Nowe Miasto Lubawskie mit der Samtgemeinde Harpstedt verstärken.

Freiwillige Feuerwehren: Die Zahl 50 spielte auch bei den Freiwilligen Feuerwehren eine Rolle. Denn die Jugendfeuerwehr Harpstedt besteht nun seit 50 Jahren, weshalb es am 24. August eine Jubiläumsfeier gab. Im Oktober haben sich die Freiwilligen Feuerwehren Prinzhöfte-Horstedt und Klein-Henstedt zur Feuerwehr Prinzhöfte zusammengeschlossen.

Einwohnerzahlen: Die Einwohnerzahlen haben sich kaum verändert. Gegenüber 2018 ist lediglich ein Minus von 0,06 Prozent zu verzeichnen, heißt: Statt 10 819 Menschen leben nun 10 813 Menschen in der Samtgemeinde Harpstedt. Auffällig ist, dass der Geschlechteranteil (5411 männliche Bürger, 5402 weibliche Bürgerinnen) fast identisch ist.

Politik: Die Ratsmitglieder der Samtgemeinde Harpstedt können auf ein terminreiches Jahr zurückschauen, saßen sie bis zu 50 Mal zusammen. Ihre Arbeit wird von den Bürgern genau beobachtet: Das lässt sich anhand Europawahl ableiten. Da gaben 5550 von 8739 Wahlberechtigten ihre Stimme ab, was einer guten Wahlbeteiligung von 63,51 Prozent entspricht. Es gab aber auch Grund zur Trauer, der ehemalige Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes verstarb.

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