Christuskirche Harpstedt Musicals, Soundtracks und Liebeslieder

Die Reihe „Konzerte & Co“ bietet im ersten Halbjahr 2020 überwiegend regionale Musik in der Harpstedter Christuskirche. Den Auftakt macht am 5. Januar die Violinistin Regina Mudrich.
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Alexandra Wolff

Musiker aus Harpstedt, Bremen und Stuhr werden im kommenden Jahr in der Reihe „Konzerte & Co.“ In der Christuskirche der Samtgemeinde auftreten. „Wir wollen Künstlern aus der Region eine Plattform bieten“, sagt Heinz-Jürgen Grashorn, Leiter der Konzerte-AG. „Das ist eine wichtige Aufgabe der Kirchengemeinden, die ihnen gut zu Gesicht steht.“

Die Bremer Violinistin Regina Mudrich tritt mit der niederländischen Pianistin Qeaux Qeaux Joans auf. Joans – deren exotisch anmutender Name einfach Koko ausgesprochen wird – spielt und singt, während Mudrich zwischen den Musikstücken passende Textpassagen vorliest. Der Vorverkauf für das Konzert am Sonntag, 5. Januar, läuft bereits. Der Eintritt für die Veranstaltung um 17 Uhr kostet 15 Euro.

Ebenfalls aus Bremen stammt Wolf Grezech. „Er war mit seiner Kantorei Ansgari bei uns zu Gast“, erinnert sich Grashorn. „Da hat er uns gefragt, ob er auch mit dem HanseSwing-Project auftreten kann.“ Und so kommt es, dass am Sonntag, 23. Februar, George Gershwin Einzug in die Kirche erhält. Dem US-Amerikaner, der Musicals wie Porgy and Bess schrieb und komponierte, sind unter dem Motto „Gershwin – and the living is easy“ die Stunden ab 17 Uhr gewidmet. „Schön ist, dass die fünf Musiker nicht ein Lied nach dem anderen spielen, sondern Grezech die einzelnen Lieder auch anmoderiert und die Geschichten hinter den Stücken erzählt“, findet Grashorn. Karten gibt es ab sofort für 17 Euro.

Pastorin Elisabeth Saathoff freut sich auf den 21. März. An diesem Abend treten um 20 Uhr „Die Profisorischen“ auf. „Schön, dass sie mal nicht im Glockenturm, sondern bei uns gestieren“, sagt sie. „Das soll aber nicht heißen, dass wir mit dem Glockenturm in Konkurrenz treten wollen oder anstreben, ihnen die Künstler abzuwerben“, beugt Grashorn einem möglichen Missverständnis vor. „Es war Fabian Reinke, ein Mitglied des Chores, der uns gesagt hat, dass ‚Die Profisorischen‘ gerne wieder mal in einer Kirche auftreten wollen.“ Der Eintritt kostet zwölf Euro.

Etwas Besonderes wollen sich die Pastorin und der AG-Leiter für den Auftritt der Sängerin Gabriele Banko, dem Pianisten und Akkordeonspieler Johannes Grundhoff und der Cellistin Linda Cortis ausdenken. Unter dem Motto „Illusion d’amour“ spielen sie „Lieder für eine abgrundtiefe Stimme“. Damit meinen sie die Stimmen wie die von Hildegard Knef. Aber auch Liebesgedichte und -lieder von Ennio Morricone, Astor Piazzolla, Charles Aznavour und Dalida sind am Sonntag, 26. April, ab 17 Uhr, für zwölf Euro zu hören. „Eventuell schmeißen wir zu dem Konzert unsere italienische Kaffeemaschine an“, überlegt Grashorn. „Das passt gut zu deren Caféhausmusik.“

Am Sonntag, 17. Mai, spielt Minako Schneegass aus Stuhr Melodien aus Filmen und Klavierklassiker und mischt diese mit Quasi-Improvisationen. Ihr Ehemann Klaus-Peter Schneegass moderiert das Konzert, das um 17 Uhr beginnt. „Eventuell stellen wir noch eine Kamera auf und übertragen das Konzert auf eine Leinwand“, sagt Grashorn, der sich nie ein Konzert im Radio anhören würde, weil ihm da der optische Eindruck fehle. „Ich finde es faszinierend, Musikern beim Spielen zuzusehen. Dieses Vergnügen will ich auch den Zuschauern in den hinteren Reihen gönnen.“ Schließlich zahlen die Zuschauer 15 Euro für die Eintrittskarte.

Eintritt frei heißt es beim Orchesterkonzert des Jugendsinfonieorchesters der Diepholzer Kreismusikschule. Unter der Leitung von Ulrich Semrau stehen Ausschnitte aus George Bizets Oper „Carmen“, die Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, „Skyfall“ von Adele und „Bohemian Rhapsody“ von Queen sowie weitere Solo- und Orchesterwerke der Klassik auf dem Programm. „Eine der Cellistinnen, Charlotte Fischer, ist in unserer Jugendarbeit aktiv und fragte an, ob das Jugendsinfonieorchester nicht auch bei ‚Konzerte & Co.‘ auftreten könnte“, sagt Saathoff. Ja, kann es: am Sonntag, 14. Juni, um 17 Uhr. Am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

„Bone appétit – das ist kein Druckfehler“, erläutert Grashorn den Namen des Posaunenensembles der Musikhochschule Hannover, das am Sonntag, 28. Juni, um 17 Uhr auftritt. „Bone ist die Endung von trombone, also dem englischen Wort für Posaune.“ Obwohl die Musikköche aus der Landeshauptstadt stammen, gibt es einen regionalen Bezug: Für Sebastian Voß, einen der Posaunisten, ist der Auftritt ein Heimspiel.

Der Jugendchor „Feelings“ des Gospelchors Harpstedt tritt bereits zum zweiten Mal mit dem Chormusical „Die 10 Gebote“ auf. „2013 ging es aber um die Zehn Gebote an sich und es war ein fertiges Musical“, erläutert Saathoff. „Jetzt ist es ein eigenes Musical und es geht um die Geschichte der Zehn Gebote, also um die Flucht der Juden aus Ägypten.“ Bei dem Auftritt am Sonntag, 12. Juli, verspricht die Pastorin noch mehr Professionalität: „Jetzt haben wir ganz andere technische Möglichkeiten und können die Musiker ausleuchten bis in die letzte Haarspitze. Und die Mitglieder haben sich gesanglich sehr verbessert.“ Außerdem weiß sie zu schätzen, dass so viele Mitglieder ihrem Chor treu bleiben, obwohl viele der einstigen Jugendlichen inzwischen eine Ausbildung in einer anderen Stadt machen.

Alle Konzerte finden in der Harpstedter Christuskirche statt. An der Abendkasse kosten die Karten drei Euro mehr. So nicht anders angegeben, ist der Eintritt frei, beziehungsweise wird nach dem Konzert um eine Spende gebeten. Einlass ist immer eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+