Fußball-Landesliga VfL Wildeshausen holt den zweiten Punkt im zweiten Spiel

Der VfL Wildeshausen erarbeitet sich ein 1:1-Unentschieden beim Aufstiegsaspiranten SV Hansa Friesoythe. Erneut trifft Rene Tramitzke für die Krandelkicker.
13.08.2022, 13:20
Lesedauer: 2 Min
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VfL Wildeshausen holt den zweiten Punkt im zweiten Spiel
Von Michael Kerzel

Zwei Spiele, zwei Punkte, zwei solide Leistungen, zwei aufgeholte Rückstände, zwei Treffer von Rene Tramitzke: Der VfL Wildeshausen ist vernünftig in die Saison in der Fußball-Landesliga gestartet. Die Elf von Coach Marcel Bragula holte ein 1:1 (0:0)-Unentschieden beim Aufstiegsaspiranten SV Hansa Friesoythe. Wie in der Vorwoche beim 1:1 gegen GW Firrel war er Stoßstürmer Rene Tramitzke, der die Führung des Gegners egalisierte. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, die zu vielen Standards von Hansa führten. Große Chance ergaben sich daraus nicht, weil wir das dann gut verteidigt haben", sagte Bragula. In der zweiten Hälfte sah er ein ausgeglichenes Spiel und somit ein insgesamt leistungsgerechtes Unentschieden.

Dass die Wildeshauser mit einem Punkt zurück in den Krandel reisten, haben sie vor allem zwei Männern zu verdanken: Tramitzke und Torwart Niklas Göretzlehner. Letzterer zeigte insgesamt eine sichere Vorstellung, in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte wurde er richtig geprüft: In Anschluss an eine Ecke hielt er zunächst einen Kopfball aus fünf Metern mit einem starken Reflex und machte sich direkt danach breit und verhinderte so das späte 1:2 bei einem Nachschuss. "Er war heute der Garant für den Punkt", lobte sein Coach.

Tore nach Standardsituationen

Tramitzke bewies erneut seine Kopfballstärke und Torjägerqualität – und zudem seine Einsatzbereitschaft für den Verein. "Er war bei einem Lehrgang in Bayern und fährt dann acht Stunden, um hier kurz vor dem Spiel anzukommen. Eigentlich sollte er starten, aber das wollte ich ohne vernünftiges Aufwärmen nicht", erklärte Bragula. Also kam Tramitzke zur Halbzeit und schüttelte in der 80. Minute nach einer Ecke mit einem einstudierten Laufweg, wie Bragula betonte, seine Gegenspieler ab und stand so frei am Fünfer und köpfte unhaltbar zum 1:1 ein.

Friesoythe war nach 54 Minuten in Führung gegangen. Keven Oltmer zirkelte einen Freistoß aus gut 20 Metern über die Mauer und unhaltbar in die Maschen. Vor der Freistoß-Qualität Oltmers hatte Bragula im Vorfeld gewarnt, das Tor selbst war nicht zu verhindern. Die Entstehung war allerdings äußerst unnötig. Wildeshausen hatte selbst einen Freistoß im Mittelfeld. Die kopfballstarken VfLer bewegten sich an den gegnerischen Strafraum, doch den Freistoß spielte die Wildeshauser quer und das auch noch ungenau. So kam Friesoythe ins Pressing und eroberte den Ball. Es folgten taktisches Foul, Freistoß in guter Position und ein sehenswerter Treffer. "So darf man in der Landesliga einfach kein Gegentor bekommen", ärgerte sich Bragula.

Zwei Schiedsrichterfehler

Bis auf die beiden Treffer nach Standards und die Doppelchance in der Nachspielzeit gab es kaum Torgelegenheiten. Allerdings gab es zwei eigentlich unstrittige Szenen, die Schiedsrichter Max Wilken zur Verwunderung jeweils beider Teams jedoch anders sah: Nach 21 Minuten ging Nico Kiesewetter nach einer Kopfballverlängerung im Strafraum dem Ball entgegen, nahm diesen an und wurde von einem Verteidiger, der das Leder wegschießen wollte und den Wildeshauser übersah, schlicht umgetreten. Einen Elfmeter gab es jedoch nicht. "Der war glasklar. Das haben die Friesoyther selbst gesagt", berichtete Bragula.

Nach 87 Minuten grätsche dann der vorbelastete Philip Kleingärtner seinen Gegenspieler bei einem Konter um. Wilken pfiff. Der Platzverweis war so klar, dass Bragula direkt seinem Sechser Mattes Hehr zurief, dass dieser fortan in der Innenverteidiung spielen solle. Doch Wilken zeigte erst Jendrik Löschner die gelbe Karte und ging dann zu Kleingärtner, um diesen das letzte Mal zu ermahnen. "Natürlich war das eine klare Gelb-Rote Karte. Und ohne Philip, der richtig stark gespielt hat, wäre es in den letzten Minuten plus Nachspielzeit richtig schwer für uns geworden", gab Bragula zu.

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