Polizeikontrolle Mehr als 17.000 Briefmarken beschlagnahmt

Einen kuriosen Fund hat die Autobahnpolizei bei einer Kontrolle auf der A 1 bei Wildeshausen gemacht: zig Bögen mit Briefmarken. Diese könnten gefälscht sein,
23.11.2022, 14:51
Lesedauer: 1 Min
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Mehr als 17.000 Briefmarken beschlagnahmt
Von Kerstin Bendix-Karsten

1724 Bögen mit Briefmarken im Wert von 13.792 Euro hat die Autobahnpolizei Ahlhorn am Dienstag bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 1 bei Wildeshausen entdeckt. Die beiden Männer, die in dem durchsuchten Auto saßen, gaben sich ahnungslos.

Wie die Beamten berichten, stoppten sie gegen 11 Uhr das Fahrzeug, das auf der A 1 in Richtung Osnabrück unterwegs war. Bei der Kontrolle der beiden Fahrzeuginsassen stellten sie fest, dass es sich beim Fahrer um einen 50-jährigen Mann aus Hamburg handelte. Sein Beifahrer händigte einen Reisepass aus, der jedoch Fälschungsmerkmale aufwies. Anschließend kamen ein Führerschein, eine Kreditkarte und ein Ticket für den Nahverkehr zum Vorschein, die mit den falschen Personalien versehen waren. Der Führerschein wies laut Polizei ebenfalls Fälschungsmerkmale auf.

Um Hinweise zur Identifizierung des Mannes zu erhalten, durchsuchten die Beamten den Wagen. Dabei fanden sie die Bögen mit jeweils zehn Briefmarken im Wert von je 80 Cent. Weil der Verdacht bestand, dass es sich bei den aufgefundenen Briefmarken ebenfalls um Fälschungen handeln könnte, beschlagnahmten die Polizisten die Bögen und übersandten sie an eine Ermittlungsdienststelle der Post.

Zur Klärung der Identität des Beifahrers führten die Polizisten schließlich eine erkennungsdienstliche Behandlung durch. Bei dieser stellte sich heraus, dass es sich um einen 51-jährigen Mann aus Serbien handelt, der sich illegal im Bundesgebiet aufhält. Er wurde bereits in der Vergangenheit abgeschoben und mit einem mehrjährigen Aufenthaltsverbot belegt. Der 50-jährige Fahrer wurde ebenfalls erkennungsdienstlich behandelt und konnte die Dienststelle anschließend verlassen.

Gegen den 51-Jährigen hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und Urkundenfälschung eingeleitet. Die ausgehändigten Dokumente wurden beschlagnahmt. Da zu befürchten war, dass der 51-Jährige einer Gerichtsverhandlung fernbleiben würde, wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter im Rahmen des beschleunigten Verfahrens einen Haftbefehl.

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