Polizeikontrolle mit Folgen

Verfolgungsjagd über Autobahnen

Die Polizei hat am Montagmorgen eine 32-jährigen Raser auf der A1 bei Groß Ippener gestoppt und die Weiterfahrt untersagt. Trotz Sicherungskette am Wagen versuchte der Mann mithilfe von Komplizen zu flüchten.
03.12.2018, 17:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Kerstin Bendix-Karsten

Weil ein 32-jähriger Autofahrer aus Polen viel zu schnell auf der A 1 unterwegs war, wurden Polizeibeamte in einem zivilen Geschwindigkeitsmesswagen am Montag gegen 3 Uhr auf ihn aufmerksam. Sie führten im Baustellenbereich, in dem ein Tempolimit von 80 herrscht, Messungen durch. Diese ergaben eine Geschwindigkeit von 146 Stundenkilometern.

Bei einer anschließenden Kontrolle auf einem Parkplatz zwischen dem Dreieck Stuhr und der Anschlussstelle Groß Ippener bemerkten die Beamten beim Fahrer Ausfallerscheinungen. Ein vor Ort durchgeführter Drogenvortest erhärtete den Verdacht. Außerdem fiel den Polizisten auf, dass sich der Wagen in einem schlechten technischen Zustand befand. An der Hinterachse fehlte jeweils eine Radmutter. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Einen Führerschein konnte er den Beamten auch nicht vorlegen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass das Auto nicht zugelassen war, also auch kein Versicherungsschutz bestand. Den 32-Jährigen erwarten nun mehrere Bußgeldverfahren.

Den Wagen stellten die Polizisten im Anschluss an die Kontrolle im Gewerbegebiet Groß Ippener ab. Um die Weiterfahrt effektiv zu verhindern, wurde um 11.30 Uhr eine Sicherungskette angelegt. Das half offenbar nicht. Ein Zeuge meldete nur knapp eine Stunde später über den Notruf der Polizei, dass das Schloss der Sicherungskette aufgebrochen und der Wagen wieder in Gang gesetzt worden war. Die Insassen fuhren auf die A 1 in Richtung Osnabrück und wechselten am Autobahndreieck Ahlhorner Heide auf die A 29 in Richtung Wilhelmshaven. Anhalteversuche der Polizei an den Anschlussstellen Ahlhorn und Großenkneten schlugen fehl.

Die nun weibliche Fahrerin kam den Aufforderungen nicht nach, heißt es im Polizeibericht. Erst durch Unterstützung von Beamten der Polizeistation Wardenburg und Diensthundeführern, die in Großenkneten eine Übung abhielten, gelang es, den Wagen an der Anschlussstelle Wardenburg zu stoppen. Die drei Insassen wurden in der provisorisch gesperrten Anschlussstelle Wardenburg vorläufig festgenommen. Gegen sie wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Die 23-jährige Autofahrerin aus Polen zeigte ebenfalls körperliche Auffälligkeiten, die auf den Konsum von Rauschmitteln hindeuteten. Ein Test erhärtete diesen Verdacht und machte eine Blutprobe erforderlich. Sie erwartet ein Bußgeldverfahren.

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