Jugendschutz

Verstoß gegen Jugendschutz

Acht Verkaufsstellen in Harpstedt wurden auf Einhaltung des Jugendschutzgesetzes getestet. Die Mehrheit fiel durch. Nur zwei Geschäfte hielten sich daran.
02.11.2020, 16:18
Lesedauer: 1 Min
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Von Kerstin Bendix-Karsten

Das deutsche Jugendschutzgesetz soll Kinder und minderjährige Jugendliche schützen. Es regelt unter anderem den Umgang mit Alkohol. Doch offenbar werden diese Vorschriften nicht überall besonders genau genommen, wie Testkäufe gezeigt haben. Bei Alkohol- und Nikotintestkäufen in der Samtgemeinde Harpstedt kontrollierten Mitarbeiter des Jugendamtes, des Ordnungsamtes und der Polizei insgesamt acht Verkaufsstellen, darunter Supermärkte, Tankstellen und Kioske. An sechs Verkaufsstellen konnte die eingesetzte minderjährige Testkaufperson hochprozentige alkoholische Getränke oder Nikotinprodukte erwerben. Lediglich zwei Geschäfte verweigerten den Verkauf, berichtet Kreissprecher Oliver Galeotti.

Der Appell der Behörden lautet, besonders in der derzeitigen Pandemie auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu achten. Die Maskenpflicht macht eine Alterskontrolle per Sichteinschätzung schwerer. Daher sollte vom Verkaufspersonal stets das Vorzeigen des Personalausweises verlangt werden. Dabei genügt es nicht, nur auf das Geburtsjahr zu schauen. Denn an drei der acht Verkaufsstellen ließ sich das Verkaufspersonal den Ausweis zwar zeigen, verrechnete sich aber bei der Bestimmung des tatsächlichen Alters, und ein Verkauf kam zustande.

Der Landkreis Oldenburg führt laut eigenen Angaben in regelmäßigen Abständen behördlich begleitete Alkohol- und Nikotintestkäufe im Kreisgebiet durch.

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