Landrat Jörg Mielke überreicht in einer Feierstunde Urkunden und Grundgesetze an die erfolgreichen Bewerber 16 neue Staatsbürger aus sieben Ländern

Nach ihrem Gelöbnis, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten, haben jetzt elf Erwachsene und fünf Kinder aus sieben verschiedenen Ländern die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Landrat Jörg Mielke überreichte ihnen im Kreishaus die Einbürgerungsurkunde und ein Exemplar des Grundgesetzes mit persönlicher Widmung.
27.04.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ilse Okken

Nach ihrem Gelöbnis, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten, haben jetzt elf Erwachsene und fünf Kinder aus sieben verschiedenen Ländern die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Landrat Jörg Mielke überreichte ihnen im Kreishaus die Einbürgerungsurkunde und ein Exemplar des Grundgesetzes mit persönlicher Widmung.

Landkreis Osterholz. Zuvor hatten die 16 Aspiranten aus den USA, der Türkei, dem Libanon, Russland, Gambia, Kolumbien und der Elfenbeinküste einige Bedingungen zu erfüllen. Wer eingebürgert werden möchte, muss einen mindestens achtjährigen Aufenthalt in Deutschland nachweisen und einen Sprachtest bestehen oder den Abschluss einer allgemeinbildenden Schule in Deutschland erworben haben. Ausnahmen gibt es für anerkannte Asylbewerber und Ehepartner von deutschen Staatsbürgern. Die Bewerber sollten ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten können und dürfen keine erheblichen Straftaten begangen haben. Zudem müssen sie einen Test erfolgreich absolviert haben. Für Erwachsene kostet die Einbürgerung 255 Euro, für Kinder 51 Euro.

"Die Einbürgerung ist nicht nur ein Stück Papier. Sie haben sich bewusst entschieden, ihre alte Staatsbürgerschaft hinter sich zu lassen, um künftig mit allen Rechten und Pflichten in diesem Land dazuzugehören. Jeder von Ihnen bringt ein Stück seiner eigenen Persönlichkeit mit und bereichert uns", sagte Landrat Jörg Mielke. Die Annahme einer neuen Staatsbürgerschaft bedeute auch, auf Neues zuzugehen und sich ein Stück weit von prägenden Sitten, Gebräuchen, und Traditionen zu lösen, ohne diese ganz aufzugeben, betonte er. Als Bekenntnis zu Staat, Gesellschaft, Verfassung und Werteordnung dieses Landes sei jeder Antrag ein gutes Beispiel für gelungene Integration, über den sich der Landkreis freue.

"Ich habe mein Leben in Deutschland aufgebaut und fühle mich hier wohl", bekannte eine Neubürgerin aus Kolumbien, die ebenso ihre Urkunde in Empfang nahm wie die Worpsweder Künstlerin ChiaRaissa Gildemeister aus der Elfenbeinküste und die Grasberger Familie Arslan aus der Türkei. Schon seit 22 Jahren lebt der Gebrauchtwagenhändler Marji Mohamad in Grasberg. "Der Krieg im Libanon hat mich 1990 dazu gebracht, meinem Bruder nach Deutschland zu folgen. Ich habe meine Frau nachgeholt. Meine vier Kinder sind hier geboren und gehen hier zur Schule. Bei der Arbeit habe ich die Sprache schnell gelernt", erzählt er. Als Siebenjährige kam Angie Quintero mit ihrer Mutter aus Kolumbien nach Deutschland. Heute studiert sie "International Science" in Frankfurt. "Aber ich komme noch regelmäßig nach Hause nach Grasberg", sagt die junge Frau, die mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern an der Feier teilnahm.

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