Breddorf

Ab sofort eine Stunde länger hell in Breddorf

Breddorf. In Breddorf ist es künftig im Winter eine Stunde länger hell als im Sommer. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Straßenlaternen im Ort eine Stunde länger brennen zu lassen.
15.12.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Kessels

In Breddorf ist es künftig im Winter eine Stunde länger hell als im Sommer. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Straßenlaternen im Ort eine Stunde länger brennen zu lassen. „So war es früher auch“, meinte Ursula Otten (SPD). Als es Breddorf wirtschaftlich noch besser gegangen sei, seien die Laternen erst um 0.30 Uhr statt 23.30 Uhr abgeschaltet worden. Die Mehrkosten seien nicht sehr hoch. Auch Antje Buschmann (Grüne) fand eine Verlängerung der Leuchtzeiten dringend notwendig – „bei dem Zustand unserer Gehwege“. Rolf Bader (SPD) meinte, Breddorf sei das einzige Dorf weit und breit, in dem die Laternen schon vor Mitternacht ausgingen.

Hansfried Wohlers (SPD) war anderer Meinung: Auch in Hanstedt würden die Straßenlampen schon um 23.30 Uhr abgeschaltet. Breddorf habe etwa 100 Laternen, da bedeute eine Stunde Brenndauer mehr 70 bis 100 Euro im Monat. Man solle das Thema zurückstellen, bis ein Konzept für eine Umrüstung der Laternen auf Leuchtdioden erarbeitet sei.

Das hielt Carsten Meyer (Wählergemeinschaft) für überflüssig: Aus umliegenden Dörfern höre man, dass sich LED-Lampen erst nach 20 Jahren amortisierten. Deshalb solle man mit einer Umrüstung noch eine Weile warten, bis LED billiger würden. Gegen die Stimme von Hansfried Wohlers wurde schließlich beschlossen, dass die Laternen künftig erst um 0.30 Uhr abgeschaltet werden sollen, aber nur in den Wintermonaten.

Einig war sich der Rat bei zwei Anträgen von Bürgern, die ebenfalls die Straßenbeleuchtung betrafen. Ein Bürger hatte angeregt, in der Bahnhofstraße zwei Laternen aufzustellen. Dem habe der Verwaltungsausschuss zugestimmt, sagte Joachim Ringen (WG), nachdem der Bau- und Wegeausschuss bei seiner Ortsbereisung festgestellt habe, dass diese Stelle derzeit völlig unbeleuchtet sei. Einstimmig wurde die Aufstellung von zwei Laternen beschlossen, und auf Anregung von Rolf Bader soll geprüft werden, ob sie mit LED bestückt werden.

Ein anderer Bürger wünschte eine Straßenlaterne an der Einmündung eines Wirtschaftsweges in die Ostersoder Straße kurz hinter dem Ortsausgangsschild. Die Einmündung sei sehr dunkel, erklärte Joachim Ringen, und die Autos führen schnell. Der Antragsteller müsse von seinem Grundstück zunächst in den Wirtschaftsweg einbiegen, weil er keine Einfahrt direkt von der Ostersoder Straße besitze. „Wenn wir dem folgen, kommen noch für andere Wege Anträge“, warnte Rolf Bader. Und auch Joachim Ringen meinte, andere Einmündungen in Kreisstraßen außerorts besäßen normalerweise auch keine Laternen. Dieser Antrag wurde dann auch einstimmig abgelehnt.

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