Osterholz-Scharmbeck

Abwechslungsreiches Menü harter Metalklänge

Osterholz-Scharmbeck. Wer immer noch meinen sollte, Heavy Metal bestehe vorwiegend aus stumpfen musikalischem Geknüppel und monotonem Geschrei, konnte sich am Sonnabend bei der siebten „Hard & Heavy-Night“ im KUZ von vier Bands einmal mehr eines besseren belehren lassen. Von melodischem Postcore über traditionellen Heavy Metal bis hin zu alternativem Metalrock mit unerwartet sanften Zwischentönen hatte Organisator Mario Winter ein stilistisch vielfältiges Bandpaket geschnürt.
26.10.2015, 00:00
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Von Christian Pfeiff
Abwechslungsreiches Menü harter Metalklänge

Musikalisch souverän, optisch eigenwillig: Die Bremer „Line of Fate“ servierten kraftvollen Metal im Kulturzentrum Kleinbahnhof in Osterholz-Scharmbeck. Sie waren eine von vier Bands, die bei der siebten „Hard & Heavy-Night“ auftraten.

Christian Pfeiff

Wer immer noch meinen sollte, Heavy Metal bestehe vorwiegend aus stumpfen musikalischem Geknüppel und monotonem Geschrei, konnte sich am Sonnabend bei der siebten „Hard & Heavy-Night“ im KUZ von vier Bands einmal mehr eines besseren belehren lassen. Von melodischem Postcore über traditionellen Heavy Metal bis hin zu alternativem Metalrock mit unerwartet sanften Zwischentönen hatte Organisator Mario Winter ein stilistisch vielfältiges Bandpaket geschnürt.

Die eröffnenden Elmshorner Boreout Syndrome“ taten indes zunächst einiges dafür, das genannte musikalische Klischee zu bedienen. Nicht nur schwarzhumorige Songtitel wie „Gorezilla“ oder „Cthulu wants your Jellybelly“ lassen indes darauf schließen, wie unernst es dem Fünfer mit seinen Krawallorgien sein dürfte. Die Jungspunde „I will discover“ aus Dahldorf stellten mit ihrem modernen, melodischen Postcore augenscheinlich für viele Besucher das Highlight des Abends dar und hatten neben mitreißenden Songs offenbar auch ihren eigenen Fanclub im Gepäck. Entsprechend zeigte sich das sehr gemischte Publikum bereits etwas dezimiert, als anschließend die Oldenburger „Out of Ashes“ in schmucken grauen Anzügen ihre melodiöse und bisweilen überraschend fragil tönende Melange aus hartem Metal und Alternativrock präsentierten. Für diesen fanden sich allerdings noch ebenso viele dankbare Abnehmer wie für den traditionellen Powermetal, für den abschließend „Line of Fate“ aus dem Bremer Umland sorgten.

Schon am kommenden Wochenende, am 31. Oktober, gibt es an selber Stelle erneut abwechslungsreiche harte Klänge: Neben den Lokalheroen „Blind Bullets“ und den Bremern „Disorder“ versprechen auch „Devil‘s Playground“ und „Los Bastardos Finlandeses“ im Rahmen der „Zombie Apocalypse Halloween Party“ abwechslungsreiche Brachialklangkost.

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