Mitglieder der Ritterhuder Feuerwehr gründeten vor zehn Jahren Wandergruppe Berg Acht Freunde – eine Seilschaft

Eine Reise ins Sauerland schürte die Lust am Bergwandern bei acht Ritterhudern. Spontan gründeten sie die Wandergruppe Berg. Zehn Jahre ist das her – und noch immer fährt die Gruppe in die Alpen.
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Von Wilhelm Schütte

Eine Reise ins Sauerland schürte die Lust am Bergwandern bei acht Ritterhudern. Spontan gründeten sie die Wandergruppe Berg. Zehn Jahre ist das her – und noch immer fährt die Gruppe in die Alpen.

Ritterhude. "Beim Bergwandern muss sich jeder auf den anderen verlassen können. Vor allem, wenn man als Seilschaft unterwegs ist. Fehler können tragische Folgen haben." Jürgen Papke muss es wissen. Er ist der "Motor" einer achtköpfigen Bergwandergruppe, die als "Wandergruppe Berg AG" seit zehn Jahren besteht. Mit geladenen Gästen will die Gruppe dieses Datum am kommenden Sonnabend feiern.

Dass alle acht Mitstreiter der Ritterhuder Feuerwehr angehören, hat seine Gründe. Vor zehn Jahren fuhr die Wehr ins Sauerland. Dort wurde viel gewandert, was bei etlichen einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Wieder daheim hieß es: "Das sollten wir öfter machen." Spontan gründeten Jürgen Papke, Dirk Härtel, Hinni Wessels, Jens Blendermann, Andreas Albrecht, Thorsten Fricke, Rolf Schönberger und Klaus Wywianka die "Berg AG". Nur wandern auf Schusters Rappen mit normaler Kleidung sollte es aber nicht sein. Schon beim ersten Mal ging es daher bis auf eine Höhe von über 3600 Metern hinauf. Die dazu nötige Ausrüstung koste leicht einmal 1000 Euro, berichtet die Gruppe. So ausgestattet nahmen die Freunde 2004 den Groß-Venediger im Virgental in Österreich als ersten Berg in Angriff. Eine Woche Urlaub hatten sie sich dafür genommen.

Freunde aus Österreich erwartet

Allen hat es sehr viel Spaß gemacht, sodass weitere Höhenzüge in Österreich in Angriff genommen wurden. Es folgen in der gleichen Region eine Höhenwanderung mit Übernachtung in den Hütten bis auf knapp 3000 Meter, der Großglockner in Heiligenblut mit fast 3800 Metern, die Bergwanderung am Maurach/Achensee mit einem Tagespensum von etwa zehn Kilometern und in diesem Jahr eine Wanderung durch das Öztal. "In diesen Höhenlagen kann man nur langsam gehen, die Luft ist doch recht dünn", so die gemeinsame Aussage. Sämtliche Wanderungen wurden in den September gelegt. "Dann ist dafür das beste Wetter", so die Bergwanderer. Neben "normalen" Strecken wurden auch Gletschertouren gemacht, bei denen die Wanderer sich gegenseitig mit Seilen sicherten. "Problematisch waren oft die Gletscherspalten, die teilweise nur schwer zu sehen sind", äußerten sich die begeisterten Wanderer. Das war vor allem bei einer Wanderung auf den Großglockner der Fall. "Morgens war noch alles in Ordnung, doch beim Abstieg am Nachmittag war eine Spalte eingefallen, sodass wir einen großen Umweg machen mussten", erinnern sich die Mitstreiter an eine gefährliche Situation. Noch kritischer wurde es, so die Bergwanderer, bei der Überwindung eines Grades. "Die Möglichkeit der Begehung war nur etwa 30 Zentimeter breit, links und rechts ging es in die Tiefe. Also ging jemand voraus, musste sich dabei auch noch bücken und spannte dann ein Seil. An dem haben wir uns dann festgehalten und sind bangen Schrittes ans Ziel gekommen." Sie liebten die Berge, hätten aber auch Respekt, sagen die Wanderfreunde. Die nächste Tour steht 2014 an. Dann geht’s wieder ins Virgental. Die Mitglieder der "Berg AG" treffen sich einmal im Monat, um sich auszutauschen, Fotos anzusehen oder die vielen Mitbringsel anzuschauen. Derzeit wird ein neuer Ort für die Treffen gesucht.

Bei den Wanderungen seien auch Freundschaften geschlossen worden. Und so erwartet die Gruppe fünf Gäste aus Österreich. Das Besondere: Sie wollen in ihrer Landestracht zum Treffen kommen.

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