ADVENT, ADVENT: NOCH 1 TAG BIS ZUM FEST Trennkost am Heiligabend

Bei den Stehns ist es schöne Tradition, dass sich die Familie am Heiligen Abend in Lilienthal versammelt. Dafür reisen Oma, Opa, Onkel und Tante aus Hemmingen bei Hannover und Völksen am Deister an. Das gemeinsame Fondue gehört zum Ritual. Jeder Gast steuert etwas zum Essen bei.
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ADVENT, ADVENT: NOCH 1 TAG BIS ZUM FEST Trennkost am Heiligabend
Von Undine Zeidler

Bei den Stehns ist es schöne Tradition, dass sich die Familie am Heiligen Abend in Lilienthal versammelt. Dafür reisen Oma, Opa, Onkel und Tante aus Hemmingen bei Hannover und Völksen am Deister an. Das gemeinsame Fondue gehört zum Ritual. Jeder Gast steuert etwas zum Essen bei.

Einmal allerdings kam alles anders als geplant. Da mussten die Stehns auf den Weihnachtsbesuch, der Baguettes, Saucen, den Salat und Kuchen mitbringen wollte verzichten. Eisregen am Heiligabend sorgte im Jahr 2002 dafür, dass die Gäste samt Zutaten fürs Festmahl unterwegs strandeten und irgendwann, nach vielen Reisestunden, wieder in den eigenen vier Wänden ankamen.

Heute lachen Christiane und Gerald Stehn über das ungewöhnliche Fest. Gerald Stehn erzählt von seinem Bruder Matthias und dessen Frau: "Sie standen auf halber Strecke mit dem Baguette und dem grünen Salat." Ihr Zug kam nicht mehr voran. Nach drei Wartestunden machten sich die beiden auf den Rückweg. Sie feierten einen ruhigen Heiligabend zu zweit - mit trocken Brot und Salat.

Zeitgleich versuchten Gerald Stehns Eltern, von Hemmingen zum Bahnhof von Hannover zu fahren. Dort wollten sie sich mit dem Sohn treffen und zusammen weiterreisen. "Meine Mutter hatte einen Kuchen gebacken und ein paar Saucen gemacht." Acht Kilometer ist der Wohnort von der Hannoveraner Innenstadt entfernt. Das Ehepaar kam viel später als geplant am Bahnhof an, nur um festzustellen, dass kein Zug mehr in Richtung Bremen fuhr. Also zurück nach Hause. Nach acht Stunden erreichte es den Ausgangspunkt seiner Odyssee.

Derweil warteten Sohn, Schwiegertochter und die zwei Enkel in Lilienthal auf den Besuch. Weil die Verwandten zu der Zeit noch keine Handys nutzten, erfuhren die Stehns erst am frühen Abend per Festnetz, wo diese geblieben waren. Es überraschte sie nicht wirklich: In Lilienthal hatte der Eisregen am Mittag ebenfalls eingesetzt. Der Abend in Lilienthal verlief ruhig. Was noch so im Haus war, kam auf den Tisch. Christiane Stehn schmunzelt: "Es gab auch etwas aus der Konserve."

Morgen ist es nun wieder soweit, und so richtig eisfrei sind die Straßen noch nicht. Christiane Stehn grinst: "Wir riskieren es in jedem Jahr aufs Neue." Nur Aufbackbaguette, das liegt seit dem Eisweihnachten immer in ihrer Speisekammer.

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