40 Jahre Bürgerverein Ohlenstedt

Ärmel hoch krempeln für das eigene Dorf

Seit 40 Jahren trägt der Bürgerverein Ohlenstedt zum Gemeinschaftsgefühl im Dorf bei. So bauten die Mitglieder beispielsweise gemeinsam einen Glockenturm für den Friedhof.
21.01.2015, 00:00
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Von Monika Fricke
Ärmel hoch krempeln für das eigene Dorf

Hinrich Bargmann (v.l.), Wilhelm Frahm, Wilfried Mesterharm, Johann Steen, Karl Adolf Mehrtens, Kurt Steeneck, Klaus Helck und vorn Johann Rönner sind Gründungsmitglieder des Bürgervereins. FMO·

Monika Fricke

Vor vier Jahrzehnten ist der Bürgerverein Ohlenstedt von den Einwohnern des heutigen Ortsteils von Osterholz-Scharmbeck aus der Taufe gehoben. Seitdem engagiert er sich für die Belange Ohlenstedts, trägt zum Gemeinschaftsgefühl im Dorf bei. So bauten die Mitglieder beispielsweise gemeinsam einen Glockenturm für den Friedhof.

Im Jahr der Niedersächsischen Gebietsreform, 1974, gründeten die Ohlenstedter ihren Bürgerverein. In der jüngsten Jahreshauptversammlung blickten die Gründungsmitglieder Kurt Steeneck und Wilhelm Frahm auf 40 Jahre „Bürgerverein Ohlenstedt“ zurück. Ohlenstedt wurde damals als Ortschaft der Stadt Osterholz-Scharmbeck zugeordnet. Ein Ortsvorsteher kümmerte sich seitdem als Bindeglied zur Stadt um die Belange der Dorfbewohner.

„Durch all diese Turbulenzen sind wir damals, im Oktober 1974, zur Gründung eines Bürgervereins gekommen“, erklärte Kurt Steeneck. „So hatten wir als eingetragener Verein ein höheres Gewicht im Stadtrat.“ Der neu gegründete Bürgerverein sollte die Interessen der Einwohner gegenüber den Behörden, Ämtern und Dienststellen vertreten und dem Ortsvorsteher beratend zur Seite stehen. Zum Vorsitzenden wählten die Ohlenstedter damals Jürgen Heißenbüttel, Wilhelm Frahm wurde sein Stellvertreter und ein weiterer Stellvertreter war Walter Hundt, Günter Wettenfeld führte Protokoll als Schriftführer und um die Finanzen kümmerte sich Martin Duls.

Dank an die Mitglieder

Die älteren Ohlenstedter lud der Bürgerverein zum Klönschnack mit Kaffee und Kuchen ins Gasthaus von Herta Steen ein. Martin Duls entwarf ein Wappen für die Ortschaft. „Anfangs gingen wir von Haus zu Haus um Mitglieder für den Verein zu werben“, erinnerte sich Wilhelm Frahm, „die Ohlenstedter waren sich stets einig“.

Vor 40 Jahren gehörten neben Kurt Steeneck und Wilhelm Frahm Hinrich Bargmann Heinz-Ludwig Cordes, Werner Hauffe, Klaus Helck, Karl Adolf Mehrtens, Wilfried Mesterharm, Johann Rönner und Johann Steen zu den Gründungsmitgliedern. Kurt Steeneck erinnerte an die ersten Aktivitäten des Vereins: „Wir sammelten Unterschriften für den Ausbau der alten Betonstraße in Richtung Harrendorf, diese Maßnahme war erfolgreich.“ Die Ohlenstedter erbauten in Eigenleistung einen Glockenturm am Friedhof und feierten 1989 das 850-jährige Bestehen des Dorfes. Die Organisation des Erntefestes teilten sich die Feuerwehr, der Bürgerverein und der Sportverein VfL Ohlenstedt.

Die Bürgerinnen und Bürger engagierten sich bis heute ehrenamtlich bei allen Aktivitäten. Für die große Leistung in vier Jahrzehnten dankte Gründungsmitglied Steeneck den Mitgliedern des Vereins und allen Helfern. Durch einen tragischen Unfall verlor der Bürgerverein 1977 seinen Vorsitzenden Jürgen Heißenbüttel. Bis zur Neuwahl seiner Nachfolgerin, Gitta Meyer im Jahre 1987, führte Wilhelm Frahm kommissarisch den Verein. Ab 1993 bis 2013 übernahm Christiane Hertz-Kleptow die Leitung des Bürgervereins von Ohlenstedt und seit einem Jahr ist nun Helma Rönner die Vorsitzende des Bürgervereins. Sie dankte allen Jubilaren bei der Mitgliederversammlung für ihr Engagement in den zurückliegenden 40 Jahren und überreichte ihnen zum Dank für ihr Engagement und ihre Treue kleine Präsente.

Zu den so für über 30 Jahre geehrten Mitgliedern des Bürgervereins gehören Ernst Mahler, Grete Ahrens, Christa Jost, Inge Voß, Gustav Hertz-Kleptow, Frieda Stremetzne, Henry Stelljes, Gertrud Himmelmann, Inge Kubsch, Klaus Pagodda, Erhard Matz, Ingrid Schilling, Adolf Ahrens, Anke Kahle und Gerda Rönner-Fricke.

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