Planungsausschuss ist mit der Erweiterung der Adolphsdorfer Feuerwehrhalle einverstanden

Anbau wird einen Meter breiter

Grasberg. Nach einer längeren Phase des Abspeckens hat der Umfang jetzt wieder ein wenig zugelegt. Der Bau- und Planungsausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Plänen für einen Anbau an das Feuerwehrhaus von Adolphsdorf, der auch das Dorfgemeinschaftshaus, die 148 Jahre alte ehemalige Dorfschule, ersetzen soll.
09.09.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Johannes Kessels
Anbau wird einen Meter breiter

Für die Erweiterung der Feuerwehrhalle gab es mehrere Entwürfe.

Hans-Henning Hasselberg

Nach einer längeren Phase des Abspeckens hat der Umfang jetzt wieder ein wenig zugelegt. Der Bau- und Planungsausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Plänen für einen Anbau an das Feuerwehrhaus von Adolphsdorf, der auch das Dorfgemeinschaftshaus, die 148 Jahre alte ehemalige Dorfschule, ersetzen soll. Im Vergleich zu den Plänen, die eine Woche zuvor in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden waren, soll der Anbau ein wenig größer werden.

In den vergangenen drei Jahren habe man mehrere Entwürfe gemacht, sagte Olaf Gerken vom Ingenieurbüro Köster. „Dabei ist der Anbau sehr geschrumpft.“ In der Bürgerversammlung präsentierte er sich so: Hinter der Fahrzeughalle soll ein Umkleideraum angesetzt werden, von dem aus eine Dusche mit einer Toilette zu erreichen ist. An die jetzige rechte Außenwand schließen sich ein Damen-, ein Herren- und ein Behinderten-WC an, die sowohl von der Fahrzeughalle als auch von einer Außentür aus zu erreichen sind. Außerdem befinden sich in diesem mittleren Gebäudeteil ein Heizungsraum, ein Lagerraum, ein zehn Quadratmeter großes Besprechungszimmer und eine Küche.

Geld für die Dorferneuerung

Dieser Teil des Gebäudes zählt zwar zum Feuerwehrhaus, kann aber von der Dorfgemeinschaft mitbenutzt werden, die ganz rechts im Anbau einen 63 Quadratmeter großen Versammlungsraum erhält. Für diesen Raum hat die Gemeinde 100 000 Euro Fördergelder aus dem Dorferneuerungsprogramm zu erwarten. Die Anbauten für die Feuerwehr werden aus der Dorferneuerung nicht bezuschusst, da es sich dabei um Pflichtaufgaben der Gemeinde handelt. Aber Grasberg hat noch 150 000 Euro an Haushaltsresten übrig, die für den Anbau verwendet werden sollen. Alles in allem wird der Anbau 254 000 Euro kosten inklusive 17 500 Euro für den Abriss der alten Schule, 26 325 Euro an Eigenleistungen der Dorfgemeinschaft bereits abgezogen.

In der Bürgerversammlung hatte Anneliese Feldmann, die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, angeregt, den Versammlungsraum einen Meter breiter zu bauen, wodurch zwölf Quadratmeter gewonnen würden. Die Feuerwehr hätte gern einen größeren Umkleideraum, und darin wird sie, wie Bürgermeisterin Marion Schorfmann in der Ausschusssitzung erklärte, von der Feuerwehrunfallkasse unterstützt. Diese hatte bemängelt, dass eine zweite Tür fehle, dass an den Wänden nur Kleiderhaken angebracht statt Spinde aufgestellt werden sollten und dass ein Sichtschutz für die beiden weiblichen Feuerwehrmitglieder fehle. Deshalb wurde die Planung auch für diesen Gebäudeteil noch einmal überarbeitet.

Die beiden Feuerwehrfrauen bekommen eine eigene Umkleidekabine in dem Raum, der zunächst als Lagerraum gedacht war. An den Anbau hinter der Halle wird links ein Meter angesetzt, dann reicht der Platz für Spinde. Zwar hat er auch dann nur eine Tür von der Fahrzeughalle aus, diese wird aber 1,50 Meter breit, so dass sich darin zwei Personen begegnen können.

Die Kosten steigen um 15 000 Euro. Da aber die Dorfgemeinschaft sich bereit erklärt hat, auch bei dem Abbruch der alten Schule mit anzupacken, können dabei 10 000 Euro gespart werden, so dass die Gesamtkosten bei 259 000 Euro liegen werden. Damit sei auch der Landkreis Osterholz als Kommunalaufsicht einverstanden, teilte Marion Schorfmann mit.

„Olaf Gerken hat aus einem Minimum das Maximale herausgeholt“, lobte Klaus Feldmann (CDU). In die alte Schule solle man keinen Cent mehr investieren. „Dann könnten wir unser Geld auch gleich in die Wörpe werfen.“ Jörg Plöger sagte für seine Fraktion, die SPD habe lange mit sich gerungen, aber die Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft seien der Gemeinde entgegengekommen, deshalb solle man zustimmen. Auf Vorschlag von Marion Schorfmann wurde noch aufgenommen, dass der Bauantrag auch die Möglichkeit enthalten solle, den Umkleideraum später einmal mit einem Dachaufsatz für einen Schulungsraum aufzustocken, und dann wurde der Entwurf einstimmig gutgeheißen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+