Grüne Spitzenkandidatin Zufrieden mit Annalena Baerbock

Die Grünen im Landkreis Osterholz scheinen mit der Kandidatur von Annalena Baerbock glücklich zu sein. Sie hätten allerdings auch Robert Habeck in Odrnung gefunden.
20.04.2021, 05:07
Lesedauer: 1 Min
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Von Peter von Döllen

Landkreis Osterholz. Am gestrigen Montag, 19. April, haben die Grünen ihre Kanzlerkandidatin bekannt gegeben: Annalena Baerbock soll im September die Partei in den Wahlkampf führen. Die Parteimitglieder sind offenbar glücklich mit der Kür, wie eine kleine Umfrage zeigt. „Es freut mich, dass es Annalena Baerbock geworden ist. Sie ist eine Frau, die das kann“, sagt Dörte Gedat, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Osterholzer Kreistag. „Ich bin ein Annalena-Fan“, erklärt Wolfgang Goltsche, Bürgermeisterkandidat und Ratsmitglied der Grünen in Ritterhude. Und Brigitte Neuner-Krämer, Vorsitzende der Grünen-Fraktion in Osterholz-Scharmbeck, findet, dass Annalena Baerbock „ein toller Kontrapunkt“ zu Kandidaten anderer Parteien ist.

Die Bennenung war eher ein Luxusproblem für die Grünen, scheint es. Für Goltsche waren Annalena Baerbock und Robert Habeck zwei gleichberechtigte und gute Alternativen. Er findet aber auch: „Annalena Baerbock ist die Richtige für unsere Partei.“ Und: „Die Partei steht hinter ihr wie ein Mann – auch Robert Habeck.“ Auch Krämer-Neuner sagt, sie sei nicht festgelegt gewesen. Es gebe Unterschiede zwischen den beiden Persönlichkeiten. Keiner habe dadurch aber die Nase vorne gehabt. Krämer-Neuner hat die Rede Habecks bei der Bekanntgabe gefallen. „Sie war toll und sehr respektvoll“, urteilt die Grüne. Ohnehin setzten sie weiter auf das Gespann, erklärt das Trio. „Robert Habeck ist ja nicht weg“, erinnert Dörte Gedat. Das Team sei empathisch, frisch und jung. „Das werden wir nun nutzen“, kündigt Goltsche an.

Glücklich sind die Grünen darüber, wie die Benennung abgelaufen ist. Sie haben dabei das Hin und Her der CDU/CSU im Sinn. „Bei den Grünen hat es keine Verlierer gegeben. Das Verfahren war unaufgeregt und professionell“, sagt Brigitte Neuner-Krämer. Die Parteibasis habe hinter dem Verfahren gestanden. Deshalb sei es für sie in Ordnung, dass es keine Urabstimmung gegeben habe. „Es freut mich, dass es so konstruktiv und einvernehmlich abgelaufen ist“, meint Dörte Gedat. Auch Wolfgang Goltsche findet den Verlauf der Kür gut. Er spüre durch die Benennung von Annalena Baerbock einen Ruck in der Partei. Alle freuen sich nun auf den Wahlkampf und den Urnengang.

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