SPD organisiert politisches Frühstück Anregungen und Ideen erwünscht

Tarmstedt. Ist es cool, nicht zur Wahl zu gehen? Diese Frage stellte sich der Vorstand des Tarmstedter SPD-Ortsvereins bei seiner jüngsten Zusammenkunft. Anlass war die hohe Zahl der Nichtwähler bei vergangenen Wahlen. Als Rechtfertigung, nicht zu wählen, würden Politiker oft als unfähig hingestellt, hieß es in der Sitzung. Diese Vereinfachung hält der SPD-Vorstand als schädlich für eine Demokratie.
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Von Ulrike Prange

Tarmstedt. Ist es cool, nicht zur Wahl zu gehen? Diese Frage stellte sich der Vorstand des Tarmstedter SPD-Ortsvereins bei seiner jüngsten Zusammenkunft. Anlass war die hohe Zahl der Nichtwähler bei vergangenen Wahlen. Als Rechtfertigung, nicht zu wählen, würden Politiker oft als unfähig hingestellt, hieß es in der Sitzung. Diese Vereinfachung hält der SPD-Vorstand als schädlich für eine Demokratie.

In der Diskussion kamen die Politiker zu dem Schluss, dass man Parteien oder Institutionen fehlerhaft finden mag, eine Demokratie sei aber ohne Parteien und Politiker nicht zu organisieren. 'Demokratie braucht die Diskussion und vielleicht auch manchmal den offenen Streit, um neue Wege zu gehen und Verbesserungen einzubringen', resümiert Ortsvereinsvorsitzender Wilfried Fischer. Im Gegensatz dazu stärke Politikverdrossenheit höchstens die Vereinfacher und 'die politischen Verführer vom rechten Rand', die die Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern ablehnen, heißt es in einer Mitteilung des Vorstands.

Allerdings sei das nicht im Sinne der Demokratie. 'In der Außenpolitik preisen wir Demokratie an und wollen sie in den Irak oder nach Afghanistan exportieren. Wir brauchen hier bei uns viele Anstrengungen und Einsatz, um sie zu erhalten und zu stärken', betont Fischer. Aus diesem Grund solle niemand daran gehindert werden, sich in die Diskussion einzubringen, ist das Fazit des SPD-Vorstands.

Als Vorbereitung für die Kommunalwahl hat der SPD-Ortsverein daher ein politisches Frühstück für Sonnabend, 6. November, organisiert. Zwischen 10 und 13 Uhr können sich Interessierte in der Gaststätte Bauernreihe No. 8 Ideen und Anregungen für die kommunalpolitische Arbeit mitbringen, um 'unsere Gemeinden und die Samtgemeinde schöner und menschlicher zu gestalten und auch ganz zwanglos über Politik zu reden', betont Fischer.

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