Jahrestagung

Archivare wollen aus den Erfahrungen von Köln lernen

Landkreis Osterholz. Einmal im Jahr kommen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare (ANKA) zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Die 48. Tagung dieser Art findet seit Montag im Osterholzer Kreishaus statt.
27.04.2010, 06:46
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Von Lutz Rode
Archivare wollen aus den Erfahrungen von Köln lernen

Die Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare ist zur Jahrestagung nach Osterholz-Scharmbeck gekommen.

Rode

Landkreis Osterholz. Einmal im Jahr kommen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare (ANKA) zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Die 48. Tagung dieser Art findet seit Montag im Osterholzer Kreishaus statt. Etwa 90 Vertreter kommunaler Archive und Gäste beteiligen sich an dem zweitägigen Programm mit Arbeitssitzungen, Vorträgen und einer Exkursion zum Barkenhoff-Archiv in Worpswede.

Die Archivare aus Niedersachen beschäftigten sich zum Auftakt unter anderem mit der Notfallvorsorge im Archiv. Dr. Bettina Schmidt-Czaia berichtete über die Erfahrungen, die nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs gesammelt wurden. Für den ANKA-Vorsitzenden Karljosef Kreter ist es bemerkenswert, dass fast 90 Prozent des Archivbestandes erhalten geblieben sind - entgegen der schlimmsten Befürchtungen.

Von den Verfahren, die die Kölner entwickelt haben, können laut Kreter andere Archive profitieren. Der Einsturz hat dazu beigetragen, dass in Archiven an Notfallplänen gearbeitet wird. Auch die Osterholzer Kreisarchivarin Gabriele Jannowitz-Heumann will zum Beispiel den Kontakt zu der Feuerwehr verstärken, um zu klären, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Thema der Tagung ist auch das neue Personenstandsgesetz, das den Archiven eine zusätzliche Aufgabe beschert hat: Sie geben neuerdings Einblick in Sterbe- Heirats- und Geburtsurkunden nach 30, 80 und 110 Jahren. Die Daten wurden bislang von den Standesämtern gehütet.

Während früher nur Familienangehörige Einsicht nehmen durften, kann dies nun jeder tun, der sein Interesse geltend macht. Ab Mai will das Kreisarchiv Osterholz die Bücher von den Mitgliedsgemeinden des Landkreises übernehmen und sie später der Öffentlichkeit zugänglich machen.

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