Weihnachtsbaum-Abholung

Aso erteilt Weihnachtsbäumen eine Abfuhr

Erst wollte sie fast jeder haben, nun werden sie zur Last – die Weihnachtsbäume. In den kommenden Tagen werden sie vielerorts abgeholt. Wer den Abholtermin verpasst, kann den Baum dennoch loswerden.
09.01.2018, 17:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Valek
Aso erteilt Weihnachtsbäumen eine Abfuhr

Weihnachtsbäume ade

Daniel Naupold, dpa

Landkreis Osterholz. Erst konnten viele ihn nicht früh genug haben, nun ist er den meisten Menschen zur Last geworden – der Weihnachtsbaum. Längst ist er aus den meisten Wohnzimmern in den Garten gebracht worden, wo er nun auf die Entsorgung wartet. Diese ist im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck bereits im Gange. Die großen Weihnachtsbäume, die die Stadtverwaltung in der Vorweihnachtszeit auf Plätzen aufstellte, sind schon abgeschmückt und abgebaut worden. Das betonte Frieder Lüße, Leiter des Baubetriebshofs der Stadt, auf Nachfrage der Redaktion.

Was bleibt, sind die Tausende von Bäumen in den Privathaushalten. Wer sie selbst nicht kompostieren oder sich anderweitig daran erwärmen möchte, kann sie zur Abholung an die Straße stellen. Dazu bietet die Abfall-Service Osterholz (Aso) GmbH Termine für die Region an.

Nachdem die Bäume in Osterholz-Scharmbeck und Heilshorn gestern abgeholt werden sollten, geht es an diesem Mittwoch, 10. Januar, in Freißenbüttel, Sandhausen und Teufelsmoor weiter. Am Mittwoch, 17. Januar, ist Scharmbeckstotel dran, am Freitag, 19. Januar, geht es mit der Abholung in Hülseberg, Ohlenstedt und Garlstedt weiter. Auch in Lübberstedt und Axstedt sollen die Tannenbäume am 19. Januar abgeholt werden. Weiter geht es am Freitag, 26. Januar, in Ritterhude. Und am Dienstag, 30. Januar, sollen die Menschen in Hambergen, Holste und in Vollersode in den Genuss der Dienstleistung kommen. Die Abholtermine sind in jedem persönlichen Abfallplan ebenfalls vermerkt.

Das Entsorgungsunternehmen aus Pennigbüttel bittet die Bürger, die Bäume bis 6.30 Uhr gut sichtbar für die Abholung am Straßenrand abzulegen. Wichtig ist, dass der Straßenverkehr durch die Nadelbäume nicht behindert oder gefährdet wird.

Die bereitgestellten Bäume sollten keine „Fremdstoffe“ haben, wie die Aso mitteilt. Dazu zählen Baumschmuck wie Lametta, Weihnachtskugeln oder farbige Holzfiguren. Es geht um die Verwertbarkeit des Naturproduktes. Metall- und Glasreste sowie Farben und weitere Schadstoffe verminderten die Qualität des erzeugten Komposts, so die Begründung.

Wer seinen ehemaligen Weihnachtsbaum nicht an die Straße gestellt oder den Abholtermin schlichtweg vergessen hat, kann die ausgediente Tanne trotzdem loswerden – allerdings gegen Gebühr. In einem solchen Fall muss der Baum im Entsorgungszentrum Pennigbüttel abgegeben werden. Die Sprecherin der Firma, Annemarie Lampe, empfiehlt, die Bäume vorab zu zerschneiden. Alles aus einem einfachen Grund: Der angelieferte Grünabfall wird nach Volumen und damit pro Kubikmeter berechnet.

Der Kunde zahlt je angefangene 100 Liter dann 75 Cent pro Kubikmeter. Anders gesagt: Wer weniger Volumen abgibt, muss auch weniger dafür bezahlen. Glücklich sind diejenigen, die zum Weihnachtsfest einem besonders kleinen Baum den Vorzug gaben. Solche Bäume könnten auch einfach in der Bio-Tonne entsorgt werden, betont Aso-Sprecherin Annemarie Lampe.––

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