Zufriedene Eltern

Babyboom im Kreiskrankenhaus

Landkreis Osterholz. Das Osterholzer Kreiskrankenhaus erlebt in diesem Jahr einen regelrechten Babyboom: 445 Mädchen und Jungen sind mit Stand vom 15. Dezember in der Klinik geboren worden und damit so viele wie lange nicht mehr.
18.12.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode
Babyboom im Kreiskrankenhaus

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Landkreis Osterholz. Das Osterholzer Kreiskrankenhaus erlebt in diesem Jahr einen regelrechten Babyboom: 445 Mädchen und Jungen sind mit Stand vom 15. Dezember in der Klinik geboren worden und damit so viele wie lange nicht mehr.

Im Jahr zuvor erblickten lediglich 417 Babys im gleichen Zeitraum das Licht der Welt, davor waren es 424, und 2007 zählte man 393 Geburten. Im Kreiskrankenhaus freut man sich über diesen Trend in Zeiten generell rückläufiger Geburtenzahlen.

Unter den werdenden Eltern genießt das Kreiskrankenhaus einen guten Ruf. Viele von ihnen schätzen die familiäre Atmosphäre und die individuelle Betreuung durch die Fachärzte, Hebammen und Pflegekräfte. Das bestätigen auch Nicole Geist und Peter Dickhut aus Lilienthal, die gestern Mittag im Kreiskrankenhaus auf die Geburt ihres zweiten Kindes warteten. "Wir haben uns bewusst für das Kreiskrankenhaus entschieden. Die Atmosphäre und die Freundlichkeit haben uns überzeugt. Und auch, dass sich die Hebammen ausreichend Zeit nehmen. Das sieht nach unserer Erfahrung in größeren Kliniken anders aus", berichtet das Paar.

Besonders beliebt bei den werdenden Müttern sind Wassergeburten, sie machen inzwischen gut ein Viertel aller Geburten am Kreiskrankenhaus aus - landesweit beträgt der Anteil nur etwa 2,5 Prozent. Für Krankenhauschef Klaus Vagt und Chefarzt Dr. Michael Wulff hat das damit zu tun, dass der Aufwand für die Wassergeburten größer ist, da die Hebammen permanent in direkter Reichweite sein müssen. Dies sei für viele Kliniken mit knapper Personaldecke nur schwer zu leisten.

Viele fahren weite Wege

Um ihr Kind im Kreiskrankenhaus zur Welt bringen zu können, nehmen die Eltern durchaus weitere Wege in Kauf. Sie kommen eben nicht nur aus dem Kreis Osterholz, sondern auch aus Bremen, Bremerhaven, Achim oder zum Beispiel Rotenburg. Dass das Kreiskrankenhaus mit seinem Konzept für die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe richtig liegt, zeigen Vagt die vielen positiven Rückmeldungen, die die Eltern geben, wenn sie das Krankenhaus wieder verlassen haben. "Viele kommen nach ein paar Wochen nochmal wieder, um ihre Babys vorzustellen. Das zeigt doch, dass sie sich hier wohl gefühlt haben", berichtet Hebamme Inger Moser. Die Väter wüssten unter anderem zu schätzen, dass sie nach der Geburt im Familienzimmer mit übernachten können. Über eine eigene Kinderklinik verfügt das Kreiskrankenhaus nicht. Sofern eine stationäre Behandlung der Kleinen nach der Entbindung nötig ist, arbeitet das Kreiskrankenhaus mit dem Klinikum in Bremen-Nord zusammen. Ansonsten gibt es einen direkten

Draht zu Kinderärzten vor Ort. Eine der Praxen befindet sich im neuen Medizinischen Versorgungszentrum direkt im Krankenhaus. Neun Hebammen, fünf Fachärzte und fünf Kinderkrankenschwestern sorgen für eine 24-Stunden-Betreuung der Schwangeren und Neugeborenen. Auf das Team wartet bis Jahresende noch einige Arbeit: Über 20 Geburten sind schon "angemeldet" - der Babyboom geht weiter.

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