VdK-Ortsverband Lilienthal/Grasberg wählt auf seiner Jahreshauptversammlung Marion Schorfmann zur Vorsitzenden

Barrierefreiheit ist ein großes Thema in den Sozialverbänden

Grasberg/Lilienthal. 255 Mitglieder zählt der Sozialverband VdK Ende 2016 in seinem Ortsverband Lilienthal-Grasberg. 22 stimmberechtigte Mitglieder wählten auf der Jahreshauptversammlung im Grasberger Hof einstimmig die bis dahin kommissarische Vorsitzende Marion Schorfmann zur ordentlich gewählten Vorsitzenden.
14.02.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Barrierefreiheit ist ein großes Thema in den Sozialverbänden
Von Undine Zeidler

Grasberg/Lilienthal. 255 Mitglieder zählt der Sozialverband VdK Ende 2016 in seinem Ortsverband Lilienthal-Grasberg. 22 stimmberechtigte Mitglieder wählten auf der Jahreshauptversammlung im Grasberger Hof einstimmig die bis dahin kommissarische Vorsitzende Marion Schorfmann zur ordentlich gewählten Vorsitzenden. Die Grasberger Bürgermeisterin nahm diese Wahl an, denn so sagt sie über den VdK: „Es ist einfach ein Engagement in Deutschland, das unterstützenswert ist.“ Es geht weniger um Ausflüge als vielmehr und Unterstützung für Menschen, die beispielsweise durch einen Unfall aus dem Berufsleben gerissen wurden. Plötzlich tun sich viele Fragen auf, und der Sozialverband wird laut Schorfmann eine Anlaufstelle, „wo ich Antworten kriege“. Ihr Amtsvorgänger Jürgen Bellmann wurde während der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Seit 1990 hatte er ehrenamtlich im VdK-Vorstand gearbeitet und stand dem Ortsverband von 2001 bis 2016 vor. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er vorzeitig dieses Amt aufgegeben.

Neben Marion Schorfmann gab es keine weiteren Kandidaten für den Vorsitz. „Die jungen Leute rücken nicht nach“, sagt sie für den Ortsverband. Dabei verzeichnen die Sozialverbände sehr wohl steigende Mitgliederzahlen. Der VdK sei auf Bundesebene der größte Sozialverband. Gegründet worden war er nach dem Zweiten Weltkrieg als Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer. Einige von ihnen stehen noch heute in den Mitgliedslisten. Doch heute sind es Fragen zu Rentenbescheiden, Pflege oder Benachteiligung, die die Menschen bewegen, in einen Sozialverband einzutreten. Die Alten sind geblieben, teils 70 Jahre. Jüngere halten es anders. „Sie treten wieder aus, wenn sie ihr Ziel mit Hilfe des Verbandes erreicht haben“, bedauert Marion Schorfmann. Trotzdem steige das Engagement der Sozialverbände im ganzen Land, betont sie.

Das große Thema sei im vergangenen Jahr landesweit Barrierefreiheit gewesen, sagte der Vorsitzende des VdK-Kreisverbands Osterholz, Walter Dammann, in seinem Grußwort. Diese Initiative gelte es fortzusetzen, gerade mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung. Der Landtagsabgeordnete Axel Miesner knüpfte daran an und betonte ebenfalls, dass Barrierefreiheit ein wichtiges und dauerhaftes Thema der Zukunft sei. Außerdem stünden die Sozialverbände für die menschliche Unterstützung durch Beratungsangebote. Wie der VdK-Kreisverband dafür seine Arbeitsweise anpasst, schilderte dessen neuer Kreisgeschäftsführer, Jan Göldner. Vorsitzende Marion Schorfmann, die auch Grasbergs Bürgermeisterin ist, fasst zusammen: „Mit modernen Mitteln die Kommunikation vereinfachen, damit man schneller arbeiten kann.“

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