Linie 4-Erweiterung Bauarbeiten neu ausgeschrieben

Lilienthal. Die Wirtschaftsbetriebe Lilienthal GmbH hat das Gros der Restarbeiten zur Fertigstellung der Linie 4 europaweit ausgeschrieben.
13.09.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Wilke

Lilienthal. Die Wirtschaftsbetriebe Lilienthal GmbH (WBL) hat das Gros der Restarbeiten zur Fertigstellung der Linie 4 europaweit ausgeschrieben. Seit Dienstag stehen die Modalitäten im Internet. Als Auftragsbeginn wird in der beschleunigten europaweiten Ausschreibung der 2. Dezember genannt. Dann sollen die Gleis- und Straßenbauarbeiten starten.

Das Ausschreibungsverfahren läuft in zwei Stufen ab. In einem vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb müssen alle Bewerber ihre wirtschaftliche, technische und finanzielle Leistungsfähigkeit nachweisen. Dazu haben die Firmen bis zum 25. September Zeit. Ihren Teilnahmeanträgen müssen sie bis dahin Nachweise beifügen. „Im weiteren Verfahren werden nur Bewerber berücksichtigt, die die nötige Sach- und Fachkunde und Leistungsfähigkeit beweisen“, heißt es im Ausschreibungstext.

Das engt den Kreis der Bewerber ein und spart Zeit. In Stufe zwei der beschleunigten europaweiten Ausschreibung bekommen die geeigneten Unternehmen Details der Ausschreibung und einen Leitfaden zum Verfahren. Nächster Stichtag ist der 7. Oktober. Da werden die Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Dafür haben sie knapp einen Monat Zeit: Die Abgabe der Angebote soll am 5. November folgen.

Am 2. Dezember beginnt die Vertragslaufzeit. Als Endtermin für die Auftragsausführung, also die Bauarbeiten, wird der 27. Juni 2014 genannt. Was die Bauunternehmen erwartet, steht auch in der Ausschreibung. Sie sollen circa 790 Meter Rillengleis liefern und einbauen; das ist das Gleis, das für den Lilienthaler Schienenstrang verwendet wird und üblich ist für Straßenbahnen. Dazu kommen circa 320 Meter Vignolschiene, das sind Schienen ohne Rille. Sie sind offenbar für Borgfeld vorgesehen, wo der Gleisstrang zum Teil im Rasenbett verlaufen soll. Außerdem sind circa 3000 Quadratmeter Betontragplatte als Unterbau für die Gleise zu erstellen und etwa 7300 Quadratmeter Tragschichtbeton in einer Stärke von 14,5 Zentimetern einzubauen. Dazu kommen etwa 9000 Quadratmeter Gussasphalt sowie circa 5000 Meter Straßenbau, ein drei Meter breiter Streifen für die aufgerissene Hälfte der Hauptstraße und der Falkenberger Landstraße. Circa fünf Kilometer Fußweg sind auch ausgeschrieben.

All das heißt nicht, dass die Arbeit auf der 5,5 Kilometer langen Baustelle ruht. Parallel zum Ausschreibungsverfahren wird an einzelnen Stellen weiter gearbeitet. „Ich muss die Baustelle sichern und für Verkehrssicherheit sorgen“, erklärte WBL-Chef Lütjen gestern Nachmittag. So dürfte etwa ein großer Teil der viel zu schmalen Schotterpfade für Fußgänger keineswegs sicher sein. Zudem dürfte es weitere neuralgische Punkte in Einmündungsbereichen geben. Die Arbeiten zur Verkehrssicherung laufen nach Lütjens Worten parallel zum Ausschreibungsverfahren. Oberstes Ziel bleibe, „die Maßnahme so schnell wie möglich fertig zu kriegen“, sagte der WBL-Chef. Wie berichtet, hat Lütjen den Vertrag mit dem insolventen Generalunternehmer für die Verlängerung der Linie 4, der Johann Walthelm GmbH, fristlos gekündigt. Er beruft sich auf ein Sonderkündigungsrecht und darauf, dass der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm nicht bereit sei, den Vertrag zu den bisher geltenden Bedingungen fortzuführen. Böhm hat die fristlose Kündigung zurückgewiesen.

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