Bundestagsabgeordneter der Linken lehnt Trasse für neue B 74 ab

Behrens unterstützt Initiative

Landkreis Osterholz. Mit einer sogenannten Kleinen Anfrage fordert der Osterholzer Bundestagsabgeordnete Herbert Behrens (Die Linke) die Bundesregierung dazu auf, zu den Kosten und den Folgen der geplanten Ortsumgehung Ritterhude (B 74) Stellung zu nehmen. „Bereits im Informationssystem zum Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde der Ortsumgehung B 74 ein sehr hohes Umweltrisiko bei einer geringen Entlastungswirkung für die Ortsdurchfahrten Ritterhude und Scharmbeckstotel attestiert“, so Behrens in einer Pressemitteilung.
18.03.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Christian Valek

Mit einer sogenannten Kleinen Anfrage fordert der Osterholzer Bundestagsabgeordnete Herbert Behrens (Die Linke) die Bundesregierung dazu auf, zu den Kosten und den Folgen der geplanten Ortsumgehung Ritterhude (B 74) Stellung zu nehmen. „Bereits im Informationssystem zum Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde der Ortsumgehung B 74 ein sehr hohes Umweltrisiko bei einer geringen Entlastungswirkung für die Ortsdurchfahrten Ritterhude und Scharmbeckstotel attestiert“, so Behrens in einer Pressemitteilung. Der erforderliche Bodenaustausch mit einer Tiefe von bis zu vier Metern und auf einer Breite von 20,5 Metern führe unweigerlich zur Entwässerung und zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensraumqualität, ist der Politiker überzeugt. Es müssten 35 Gräben und drei große Fließgewässer im Naturschutzgebiet, das unter anderem seltene Vogelarten und Fischotter beheimatet, überbaut werden, zählt Behrens weiter auf. Zu den ökologischen Schäden kämen die hohen Kosten für die Trasse hinzu. Bisher seien 28 Millionen Euro für eine 4,6 Kilometer lange Straße im Gespräch. Laut Behrens sei davon auszugehen, dass der Preis durch besondere Anforderungen an den Hochwasserschutz im Überschwemmungsgebiet noch deutlich steigen werde.

Die Linkspartei unterstütze daher die Forderungen der Bürgerinitiative „B74 – Nein Danke“. Sie lehnt den Bau der Bundesstraße ab. Stattdessen könnten die Ortsdurchfahrten von Ritterhude und Scharmbeckstotel durch alternative Verkehrsplanung entlastet werden. Dazu gehöre unter anderem eine bessere Ampelschaltung und die Einrichtung eines Verkehrskreisels an der Kreuzung von B 74 und L 151.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+