Verkehrsminister Jörg Bode geht in einem Brief an die Kreis-FDP auf die Kritik an der Regio-S-Bahn ein Beim Frühzug wird sich nichts ändern

Landkreis Osterholz. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode hat eine Überprüfung des Fahrplanangebots auf der Zugstrecke zwischen Bremerhaven und Bremen angekündigt. Demnach soll geklärt werden, inwiefern die angebotenen Leistungen kundengerecht sind und eventuell angepasst werden müssen. Beim ersten Morgenzug aus Bremerhaven-Lehe und bei den Spätzügen zurück ab Bremen sieht der Minister allerdings keinen Handlungsbedarf, wie er jetzt dem Osterholzer FDP-Kreisvorsitzenden Tim Schardelmann mitteilte.
22.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Landkreis Osterholz. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode hat eine Überprüfung des Fahrplanangebots auf der Zugstrecke zwischen Bremerhaven und Bremen angekündigt. Demnach soll geklärt werden, inwiefern die angebotenen Leistungen kundengerecht sind und eventuell angepasst werden müssen. Beim ersten Morgenzug aus Bremerhaven-Lehe und bei den Spätzügen zurück ab Bremen sieht der Minister allerdings keinen Handlungsbedarf, wie er jetzt dem Osterholzer FDP-Kreisvorsitzenden Tim Schardelmann mitteilte.

Ob zu den grundsätzlich im Stundentakt fahrenden Züge der neuen Regio-S-Bahn zusätzliche sogenannte Verstärkerzüge eingesetzt werden, ist von der Nachfrage abhängig, schreibt FDP-Minister Bode in einem Brief an seinen Parteifreund Schardelmann. In den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Nachmittag sei die Nachfrage hoch, nicht jedoch zwischen 23.04 Uhr und 0.04 Uhr. Gleiches gelte für die Entscheidung, wann der erste Morgenzug starte. "Im Übrigen ist mit der Abfahrtszeit um 4.07 Uhr ab Bremerhaven-Lehe keine Verschlechterung gegenüber dem Fahrplan 2009/2010 eingetreten", schreibt Bode.

Der Verkehrsminister nimmt die Nordwestbahn in Schutz, was die Probleme unmittelbar nach dem Start der neuen Regio-S-Bahn-Linien angeht. Aufgrund des Zusammenspiels vieler Akteure könne die Betriebsqualität zu Beginn eines neuen Verkehrsvertrages nicht immer perfekt sein. Hinzu sei die winterliche Witterung gekommen, die bundesweit zu erheblichen Störungen im Netz geführt habe. Bode verweist darauf, dass zwischen dem Betriebsstart am 12. Dezember und dem 6. Januar 98 Prozent der Fahrten im Regio-S-Bahn-Netz stattgefunden haben. Für die Zugausfälle macht der Minister vor allem die Deutsche Bahn verantwortlich: In 71 Prozent der Fälle fielen Züge aus, weil es Störungen in der Infrastruktur gab, sprich: Strecken mussten gesperrt werden, es gab Störungen in Stellwerken und bei den Weichen.

Der Verkehrsminister räumt in seinem Brief allerdings auch ein, dass es "an einigen Tagen" zu Kapazitätsengpässen insbesondere auf der Linie Bremerhaven - Bremen - Twistringen gekommen ist. "Ich kann Ihnen versichern, dass die zuständigen Aufgabenträger - der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa und auf niedersächsischer Seite die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) - sich dieser Störungen angenommen haben und gemeinsam mit der Nordwestbahn nach Ursachen und Lösungen suchen, um künftig derartige Probleme zu vermeiden."

Die Landesnahverkehrsgesellschaft wird die witterungsbedingten Störungen des Winters 2010/2011 niedersachsenweit analysieren, kündigt Bode an. Im Frühjahr werde es dazu einen Erfahrungsaustausch zusammen mit den führenden Unternehmen des Schienen-Personennahverkehrs geben. Nach der Analyse der Probleme sollen laut Bode gemeinsame Strategien entwickelt werden, wie die Situation künftig verbessert werden kann.

"Ich hoffe, dass die Verbesserungen im Betrieb der Regio-S-Bahn nach dem schwierigen winterlichen Start inzwischen für die Kunden sichtbar und spürbar geworden sind und die Kritik zunehmend einer Zufriedenheit gewichen ist", schreibt Bode zum Abschluss.

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