Tarmstedter Ausstellung 2010

Beim Schlepperfahren ist Geschick gefragt

Tarmstedt. Treckerfahren ist gar nicht so einfach - besonders, wenn man dabei auch noch Geschicklichkeitstests bestehen muss. WESER-KURIER-Redakteurin Ulrike Prange hat es ausprobiert.
13.07.2010, 06:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Ulrike Prange

Tarmstedt. Langsam die Kupplung kommen lassen, die Waage im Blick - dann rumpelt der Traktor runter. Im sechsten Anlauf wieder nicht geschafft, den Schlepper auf der Waage drei Sekunden ausbalanciert zu halten. Einmal noch. Nun klappt es, der Preisrichter nickt, hat aber die Sekunden etwas schneller als die Uhr mitgezählt. 'Das ist schon für normale Treckerfahrer schwer', räumt Hendrik Frerking ein. Ein Treckerfahrer bin ich nicht. Meine Erfahrung: ein Aufsitz-Rasenmäher und ein paar Runden auf einem Landmaschinen-Testgelände. 'Aber hier soll ja auch die Geschicklichkeit geprüft werden', sagt Ausbilder Frerking lachend und gibt Anweisungen.

Das Schlepper-Geschicklichkeitsfahren, der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik hat auch einen pädagogischen Hintergrund. Deutlich wird das beim Rückwärtsfahren. Als Orientierung dient ein kleiner Bildschirm, an dessen oberen Rand schemenhaft die kleine Scheibe zu erkennen ist, die man beim Rückwärtsfahren treffen muss. Einmal zu schwunghaft aufs Gas gedrückt, da jault die Hupe los - Punktabzug. Das Rückwärtsfahren werde für Landwirte immer wichtiger, erklärt Frerking, das müsse man sich gleich angewöhnen.

An der dritten Station warten Kegel und ein Frontlader; die Kegel müssen umgesetzt werden. Schwungvoll ranfahren, den Haken austarieren - noch im Fahren hängt der Kegel daran. 'Gutes Augenmaß', lobt Frerking. Ebenso schnell steckt der Kegel in der Halterung ein paar Meter weiter - Zeit gutgemacht. Nach dem Parcours fragen junge Männer nach ihrer Platzierung. Etwa 100 Punkte hätte es für mich gegeben. 'Das liegt im guten Mittelfeld', sagt Frerking. Leider nicht preisverdächtig.

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