Breddorf

Breddorfer Rat gegen Geocaching

Breddorf (es). Geocaching heißt die moderne Art der Schnitzeljagd per GPS-Daten. Ein Geocache ist ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden.
20.01.2015, 00:00
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Von Johannes Heeg

Geocaching heißt die moderne Art der Schnitzeljagd per GPS-Daten. Ein Geocache ist ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Wer diese findet, kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde.

Dieses Hobby ist in Breddorf nicht gern gesehen. Jedenfalls hat es der Gemeinderat jetzt abgelehnt, dass Geocaches auf gemeindeeigenen Grundstücken versteckt werden. Ein Mann aus Rhade hatte einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde eingereicht. „Ich bin dagegen“, sagte Bürgermeister Günther Ringen, und er sah sich bestärkt durch ein Schreiben eines Breddorfer Jägers. Dieser hatte Bedenken geäußert: Wenn Schatzsucher in der Dunkelheit in der Feldmark unterwegs seien, seien sie womöglich schlecht zu sehen und daher sehr gefährdet.

Ratsfrau Ulla Otten lehnte das Geocaching an Orten wie beispielsweise dem Heimathaus ab, weil moderne Schatzsucher rein äußerlich nicht von bösen Buben zu unterscheiden seien: „Wir haben auch bei uns Einbrecher.“

Ratsherr Rolf Bader regte an, den Antragsteller einzuladen, damit er dem Gemeinderat von seinem Hobby berichten kann. Die Gemeinde könne Geocaching ohnehin nicht verhindern, „denn wir sind ein freies Land mit freien Bürgern“. Zu dieser Einladung kam es nicht, denn die Politiker lehnten die elektronische Schatzsuche samt und sonders ab.

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