Im Kreis Osterholz soll es bis Ende 2011 nahezu flächendeckend schnelle Internet-Verbindungen geben

Breitband-Ausbau kurz vor dem Start

Landkreis Osterholz. Nicht kleckern, sondern klotzen - nach diesem Motto soll der Breitband-Ausbau im Landkreis Osterholz in Angriff genommen werden. Anbieter EWE TEL hat vom Landkreis den Auftrag erhalten, bis zum Ende nächsten Jahres insgesamt 150 Kabelverzweiger umzurüsten, damit dann im Kreisgebiet nahezu flächendeckend schnelle Internet-Verbindungen zur Verfügung stehen. Das Unternehmen steht offenbar in den Startlöchern, mit den Arbeiten zu beginnen. Details zum Ausbau sollen noch vor Weihnachten bekanntgegeben werden.
17.12.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Landkreis Osterholz. Nicht kleckern, sondern klotzen - nach diesem Motto soll der Breitband-Ausbau im Landkreis Osterholz in Angriff genommen werden. Anbieter EWE TEL hat vom Landkreis den Auftrag erhalten, bis zum Ende nächsten Jahres insgesamt 150 Kabelverzweiger umzurüsten, damit dann im Kreisgebiet nahezu flächendeckend schnelle Internet-Verbindungen zur Verfügung stehen. Das Unternehmen steht offenbar in den Startlöchern, mit den Arbeiten zu beginnen. Details zum Ausbau sollen noch vor Weihnachten bekanntgegeben werden.

Der Mann, der im Osterholzer Kreishaus das Breitband-Projekt vorangetrieben hat, ist Dezernent Werner Schauer. Er ist froh, dass es nach all den Monaten der Vorbereitung in Kürze losgeht mit dem Breitband-Ausbau im Landkreis. In keiner anderen Region Niedersachsens habe man dieses Thema derart generalstabsmäßig angepackt, sagt er.

Der Landkreis Osterholz und alle Mitgliedsgemeinden samt der Kreisstadt haben an einem Strang gezogen und nehmen insgesamt 2,8 Millionen Euro in die Hand, um gemeinsam den großen Wurf zu wagen. Weitere 1,75 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Konjunkturpaketes II sollen dazu beitragen, dass am Ende nahezu alle so genannten weißen Flecken im Kreisgebiet ohne schnelle Datenautobahn getilgt werden. In keiner anderen Region Niedersachsens werde das Konjunkturpaket II eine solche Wirkung erzielen, sagt Schauer.

Bis Ende nächsten Jahres soll in 97 Prozent des Landkreis-Gebietes eine Breitbandversorgung mit einer Mindestgeschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde angeboten werden. In den meisten Fällen werden die Daten wohl wesentlich schneller auf die Reise gehen - die Skala geht hinauf bis zu 50 Megabit pro Sekunde.

In diese Dimensionen will man vordringen, indem vom Hauptverteiler bis zu den jeweiligen Kabelverzweigern Glasfaserkabel verlegt werden. Von da an bis zu den jeweiligen Hausanschlüssen müssen weiterhin Kupferkabel herhalten. Und dort gilt: Je länger das Kupferkabel bis zum Haus ist, desto kleiner wird die Geschwindigkeit, mit der Daten transportiert werden können. Ein kompletter Ausbau des Netzes mit Glasfaserkabel hätte für den Landkreis etwa 100 Millionen Euro gekostet, zudem seien damit etliche Unwägbarkeiten beim Betrieb verbunden gewesen, sagt Schauer.

Besonderer Handlungsbedarf bei den schnellen Internet-Verbindungen besteht derzeit in den Ortschaften der Gemeinde Grasberg (Findorffsiedlungen), in der Samtgemeinde Hambergen oder auch Hüttenbusch oder Neu Sankt Jürgen. Ein besonderer Fall ist Teufelsmoor, wo fürs Erste kein schnelles Internet zur Verfügung stehen wird. Das Glasfasernetz, das dort verlegt wurde, ist technisch nicht kompatibel für eine DSL-Nutzung. Das Problem ist noch ungelöst.

Nicht öffentlich gefördert wird der Ausbau des Netzes im Bereich der B74 in Scharmbeckstotel, weil dort ein Kabelnetzbetreiber das Gebiet erschlossen hat.

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