Die Bredbecker Sommerakademie schließt mit einer öffentlichen Aufführung

Bühnentraining für Ambitionierte

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10.08.2015, 00:00
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Von Peter Otto
Bühnentraining für Ambitionierte

„Vorhang auf! Die Show beginnt!“: Die Teilnehmer der Sommerakademie im Tagungshaus Bredbeck bei ihrem gemeinsamen Auftritt. POT·

Peter Otto

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Die Bredbecker Sommerakademie 2015 endete am Wochenende mit der Abschlusspräsentation. Seit 12 Jahren gibt es dieses Angebot schon in unterschiedlichen Formaten. Nach ersten kleineren Workshop-Versuchen entstand dann vor drei Jahren das Bühnentraining „Stagepack“, ein Crossover-Konzept, bei dem ambitionierte Anfänger und Profis in Einzelarbeit und Gruppenunterricht ihre schauspielerischen und stimmlichen Ausdrucksfähigkeiten ausloten und verbessern können. Dazu kam diesmal noch ein Tanztraining.

22 Teilnehmer – 15 Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahren – waren aus ganz Deutschland und Österreich angereist. Der Kursus ging über eine Woche und wurde von vier Dozenten professionell betreut. Die Leitung hatte die Mezzosopranistin Claudia Schill aus Essen. Ihr zur Seite standen Hans Kieseier, für Schauspiel und Comedy zuständig, außerdem die brasilianisch-stämmige Choreographin Catharina Gadelha (Tanz) und Ekky Meister, der als Korrepetitor die Songs begleitete.

Frank Bobran vom Tagungshaus hob die Vorzüge der Bildungsstätte hervor: „Im Tagungshaus Bredbeck sind die Kursteilnehmer aus dem Alltag herausgenommen. Sie werden umsorgt, verpflegt und haben auch genügend Freizeit. Hier können sie sich auf sich selbst besinnen und intensiv arbeiten. Die Abgeschiedenheit ermöglicht eine besondere Lernatmosphäre und ein aktives Gruppenerlebnis.“

Das Programm der Abschlusspräsentation war von einer überbordenden Vielgestaltigkeit. Man merkte den Darstellern und Sängern noch die frische Unterrichtserfahrung und das persönliche Coaching an. Da brachte Amina Hofmann sprachhandelnd einen bluesigen Song, und Heike Johnson bekannte locker flockig in dem „Schisslawengsong“ von Klaus Hoffmann: „Ich schau nicht zurück, ich klau mir ein Stück vom großen Glück.“

Saskia Bordemann begleitete eine freche Lyrik von Max Goldt mit ausgeklügelter Gestik und mimischen Überraschungseffekten.

Xristoph Hintermüller redete sich in einem eigenen Text den Frust eines erfolglosen Schriftstellers im Gespräch mit seinem Verleger von der Seele. Vergebens versuchte er die Mauer der Ignoranz zu durchbrechen. Er scheiterte und versank im Strudel seiner Gedanken.

Zu einem bewegten Theater inszenierte Judith Rademann die Schiller-Ballade vom „Handschuh“. In der Rolle der Kristensen nach dem Schauspiel von „Bandscheibenvorfall“ von Ingrid Lausund schwang sich Almut Rau zu einem umwerfenden Monolog auf. Darin versuchte sie rührend, ihre Unsicherheit zu überwinden, die Schwächen zu unterdrücken und sich zu kontrollieren. Das schaffte sie überzeugend, indem sie in eine andere Rolle schlüpfte und sich darin fremdsprachlich austobte.

Sehr amüsant auch „Der Dozent“ von Erwin Hofmann. Der erging sich in seinem kabarettistischen Vortrag mit chauvinistischer Arroganz in einer flapsigen Publikumsbeschimpfung und endete mit der vernichtenden Feststellung: „Ihr Glas ist nicht halb voll, Ihr Glas ist weg!“

Daneben gab es schwärmerische Couplets über „Waldemar“ (Stefanie Krömer) und Hildegard Knef-Interpretationen (Daphne Schmitz) sowie eine anmutig gesungene Händel-Arie von Claudia Brors. Hier und da sprang noch das Lampenfieber als Störenfried mit auf die Bühne. „Das macht gar nichts“, meinte Claudia Schill. „Das habe ich auch immer noch. Das zwingt die Darsteller dazu, sich zu konzentrieren, und es hilft Energien freizumachen.“

Die Kursleiterin ist seit 2003 dabei. Und sie erklärt: „Es ist jedes Mal wieder spannend. Wir gehen mit jedem Einzelnen auf die Reise, achten auf seine Befindlichkeiten und helfen ihm, sich zu äußern und darzustellen.“ Damit es auch vor einem begeisterten Abschluss-Publikum im Pavillon klappt.

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