Bundestagskandidatur Harjes fordert Mattfeldt heraus

Michael Harjes (SPD) aus Ritterhude will Andreas Mattfeldt (CDU) aus Völkersen das Direktmandat für den Deutschen Bundestag abnehmen. Der Sozialdemokrat setzte sich bei der Delegiertenwahl seiner Partei durch.
09.02.2021, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Harjes fordert Mattfeldt heraus
Von Jörn Dirk Zweibrock

Landkreise Osterholz/Verden. Michael Harjes (SPD) fordert Andreas Mattfeldt (CDU) bei der Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, heraus. Der 56-jährige Verwaltungsbetriebswirt aus Ritterhude hat sich bei der Delegiertenwahl mit 58 zu 49 Stimmen gegen den zweiten Bewerber für die Bundestagskandidatur im Wahlkreis Osterholz-Verden, Benedikt Pape, durchgesetzt.

Die Stimmen wurden am Montagnachmittag vom Verdener Kreisvorsitzenden Bernd Michallik und dem stellvertretenden Osterholzer Kreisvorsitzenden Jürgen Kuck ausgezählt. Obwohl die Verdener mit insgesamt 63 Stimmen über eine Delegiertenstimme mehr verfügen, hat sich im Endeffekt doch der Bewerber aus dem Landkreis Osterholz durchgesetzt. „Nun möchte ich auch nach Berlin“, verkündete Harjes nach der Bekanntgabe des Briefwahl-Ergebnisses.

Briefwahl nach Onlinevorstellung

108 Stimmen wurden nach Aussage von SPD-Kreisgeschäftsführer Roland Güttler abgegeben, es gab eine Enthaltung. Die formell notwendige Aufstellungskonferenz mit dem siegreichen Bewerber wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Nachdem die ursprünglich für Mitte Januar angesetzte Vorstellungsrunde der beiden Bewerber in Achim pandemiebedingt ausfallen musste, haben sich die beiden Sozialdemokraten den 125 Delegierten Ende Januar bei einer Videokonferenz präsentiert. Im Anschluss daran konnten sich die Delegierten dann per Briefwahl entscheiden.

„Beide Bewerber um die Bundestagskandidatur haben sich im Vorfeld dazu verpflichtet, das Ergebnis anzuerkennen“, sagte Güttler. Nach der Auszählung der Briefwahlstimmen bedankte sich Harjes auch prompt bei Benedikt Pape für den „fairen Wettkampf“. „Es ist doch toll, dass wir gleich zwei gute und junge Bewerber für die Bundestagskandidatur hatten“, zeigte sich der Verdener SPD-Kreisvorsitzende Bernd Michallik nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zuversichtlich, mit Harjes erfolgreich in den Wahlkampf ziehen zu können.

Arbeitsplatz im Bremer Rathaus

Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Ritterhude ist 46 Jahre alt, ledig und arbeitet in der Bremer Senatskanzlei. Dort ist der diplomierte Verwaltungsbetriebswirt für die Ortsämter und Beiräte zuständig. Außerdem lotst er als Standesbeamter immer wieder Heiratswillige in den Hafen der Ehe. Vor seinem Wechsel ins Rathaus hat er bereits in der Baubehörde und unter Finanzsenatorin Karoline Linnert gearbeitet. Außerdem hat er in der Bremischen Bürgerschaft zwei Untersuchungsausschüssen beigewohnt (Fall Kevin und Klinikskandal).

In seiner Freizeit engagiert sich der Werder-Fan als Ausbilder bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Auch die Kultur zählt zu seinen Steckenpferden, denn Harjes ist Organisator des Hammefestes, das im vergangenen Jahr coronabedingt ins Wasser fallen musste. 2001 ist er in den Ritterhuder Gemeinderat eingezogen, fünf Jahre später wurde er stellvertretender Vorsitzender der Ratsfraktion seiner Heimatgemeinde. Außerdem ist er in Osterholz als Kreiskassierer seiner Partei tätig.

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