Neuer Kunstworkshop der IGS Lilienthal

Bunt, aufregend und inspirierend

Die Idee steht; im März geht es los. „Wandmalerei auf dem Weg ins Schulforum“ heißt der Arbeitstitel eines neuen Kunstworkshops in der Integrierten Gesamtschule Lilienthal.
27.02.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Petra Scheller
Bunt, aufregend und inspirierend

Kerstin Rode (links) von der Kunstschule Paula freut sich mit Schulleiterin Karina Kögel-Renken und Wiebke Lüken über die Finanzspritze.

Petra Scheller

Die Idee steht; im März geht es los. „Wandmalerei auf dem Weg ins Schulforum“ heißt der Arbeitstitel eines neuen Kunstworkshops in der Integrierten Gesamtschule Lilienthal (IGS).

Die niedersächsische Landesregierung stellt der Schule 10 500 Euro für ein kulturelles Schulentwicklungsprojekt in der Grasberger Außenstelle zur Verfügung. Dabei kooperiert die IGS mit der Worpsweder Kunstschule Paula.

Das Forum im Erdgeschoss der IGS-Außenstelle in Grasberg ist Schauplatz für Einschulungen und Theateraufführungen, Konzerte und Schulfeiern. Auf dem Weg zur Aula drängen Kinder, Lehrer und Eltern mehrmals im Jahr an kahlen weißen Wänden vorbei. Das soll anders werden: soll schon der Weg zu den Vorführungen werden. Zusammen mit der Bremer Malerin Edeltraut Rath werden Fünftklässler, Sechst- und Siebtklässler der IGS Themen und Motive für eine Wandillustration erarbeiten. Anschließend sollen die Schülerinnen und Schüler ihr Werk eigenhändig auf die Wand projizieren. Wie genau, steht noch nicht fest.

Auf drei Jahre ist das Projekt angelegt, Zeit genug, um es noch zu erweitern. Das glaubt die Schulleiterin Karina Kögel-Renken. Grund für das kurzfristig geplante Kunstprojekt ist eine unerwartete Finanzspritze der niedersächsischen Landesregierung im Rahmen eines Schulentwicklungsprogramms. Rund 40 Schulen in Niedersachsen profitieren davon. „Eine ist die IGS Lilienthal in Grasberg“, freut sich Kögel-Renken. Angefangen habe alles mit einem schnöden Antrag.

Schüler sollen an Kultur teilhaben

Als die Kunstlehrerin Wiebke Lüken Ende des vergangenen Jahres im Schulverwaltungsblatt von der Ausschreibung des Kultusministerium sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur las, füllte die heutige Projektkoordinatorin prompt einen 24-seitigen Bewerbungsantrag aus. Eine Kooperation mit der Kunstschule Paula rückte die Lehrerin dabei in den Fokus. Das kam bei den Ministerien, die in Kooperation mit der Stiftung Mercator arbeiten, ausgesprochen gut an. Eine Kultureinrichtung als Kooperationspartner war ohnehin eine der Bedingungen für das Gesamtvorhaben. Ziel sei es, Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen „für kulturelles Schaffen zu begeistern und sie Kultur aktiv erleben zu lassen“, heißt es im Ausschreibungstext.

Die Projektschulen sollen dauerhaft mit Kultureinrichtungen wie Kunst- und Musikschulen und mit Kulturschaffenden zusammenarbeiten und darüber hinaus ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot aufbauen. Die Kunstlehrerin Wiebke Lüken hat bereits Erfahrungen mit der Kooperation mit außerschulischen Bildungseinrichtungen gesammelt, beispielsweise mit der Kunstschule in Ottersberg und mit einer Theaterwerkstatt in Bad Bederkesa.

Vor allem Ganztagsschulen, sollten mit diesem Projekt ihr kulturelles Angebot intensivieren, betont die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt in ihrer Ausschreibung. Kinder und Jugendliche müssten unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern aktiv an Kultur teilhaben und ihre kreativen Fähigkeiten weiter entwickeln können. Das Projekt wecke Neugier, Schaffenslust und das Vertrauen in die eigene Kreativität. Gleichzeitig stärke das Vorhaben die Anbieter außerschulischer kultureller Bildung.

Keine Themen vorgeschrieben

Das Projekt richtet sich an Schulen, die ihr kulturelles Profil schärfen wollen. Weder die Themen noch die Kunstsparte sind vorgeschrieben. Für die Zusammenarbeit kommen Museums- und Theaterpädagoginnen sowie Mitarbeiter in soziokulturellen Einrichtungen oder den Bereichen Archäologie und Denkmalpflege in Frage.

Wiebke Lüken entschied sich spontan für die Bildende Kunst. Dass die ganze Schule etwas von dem Projekt hat, ist ihr besonders wichtig. Auch wenn nur zwölf Schülerinnen und Schüler pro Halbjahr an dem Kunstworkshop teilnehmen können. Insgesamt ist das Projekt auf drei Jahre angelegt. „10 500 Euro – das klingt nach viel, ist in der Summe aber schnell ausgegeben“, rechnet Wiebke Lüken vor: Die Hälfte des Etats geht für Personalkosten drauf, ein Viertel der Summe wird in die Projektentwicklung und die Dokumentation gesteckt. So bleibt ein Viertel fürs Material und für die Themenrecherche übrig.

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