Die Wahl in Grasberg

CDU-Hochburg mit Verlusten

Um 20.45 Uhr lag das Ergebnis aller zwölf Grasberger Wahlbezirke vor, die CDU wurde wieder stärkste Kraft im Ort, gefolgt von der SPD, allerdings mussten beide Parteien Verluste hinnehmen.
25.09.2017, 18:03
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CDU-Hochburg mit Verlusten
Von Undine Zeidler

Grasberg. Die 96 Wahlhelfer in den zwölf Grasberger Wahllokalen haben nach der Bundestagswahl schnell gezählt. Ab 18.30 Uhr lagen die ersten Ergebnisse vor, und um 20.45 Uhr stand das Grasberger Wahlergebnis fest, so der allgemeine Vertreter Stefan Ritthaler. Wie auf Bundesebene ging die CDU in Grasberg als stärkste Kraft hervor (42,2 Prozent), gefolgt von der SPD (22,2). Und wie auf Bundesebene büßten beide Parteien im Vergleich zur Wahl 2013 Stimmen ein (CDU: -3,97; SPD: -5,7).

46,6 Prozent der Grasberger Wähler votierten mit ihrer Erststimme für den CDU-Kandidaten Andreas Mattfeldt. Christina Jantz-Herrmann von der SPD brachte es auf 27 Prozent. Rang drei im Ranking der Direktkandidaten belegte Joachim Rohrberg von der AfD (7,6 Prozent), 6,3 Prozent holte Herbert Behrens von der Linken, ebenso viel die Grünen-Kandidatin Monika Geils.

Grasberg bleibt trotz Verlusten eine CDU-Hochburg. Allen voran wählten die Tüschendorfer christdemokratisch. Dort votierten 54,1 Prozent mit ihrer Erststimme für Mattfeldt, 49,6 Prozent der Zweitstimmen gingen ebenfalls an die CDU. Seine Kontrahentin Christina Jantz-Herrmann punktete mit 32,7 Prozent vor allem im Wahlbezirk Grasberg II. Für die Grünen-Kandidatin Monika Geils stimmten im Wahlbezirk Grasberg IV 7,7 Prozent – ihr bestes Ergebnis, die Dannenberger bescherten den Grünen mit 11,5 Prozent das beste Zweitstimmen-Ergebnis.

Mit 11,2 Prozent wohnen die meisten Sympathisanten von Heiner Behrens (Linke) in Seehausen, in Dannenberg holte die Linke mit 9,5 Prozent aber die meisten Zweitstimmen. FDP-Kandidat Gero Hocker fuhr im Wahlbezirk Grasberg II mit 7,4 Prozent sein bestes Ergebnis ein. Überdurchschnittlich viele Zweitstimmen zogen die Liberalen im Gemeindevergleich im Wahlbezirk Grasberg II (11,4), in Rautendorf (10,4) und in Grasberg I (10,3) auf sich.

Huxfeld erwies sich unterdessen als AfD-Hochburg: gerundet elf Prozent der Wähler votierten dort für Jochen Rohrberg, der außerdem in Schmalenbeck zehn Prozente einsammelte. Auch bei den Zweitstimmen ging die AfD in Huxfeld (12,1) und Schmalenbeck (12) zweistellig aus der Wahl hervor.

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 um gut drei auf 78,2 Prozent, die Quote der Briefwähler wuchs sogar von 13 auf dieses Mal 20,2 Prozent.

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