Lilienthal.

Crash-Kursus an der IGS

Was ist eine Kommune? Was wollen die einzelnen Parteien? Warum gibt es in Niedersachsen das kommunale Wahlrecht ab 16 Jahren? Wer darf wählen? – Für diese und viele andere Fragen war im Unterricht an der IGS Lilienthal bislang wenig Zeit, erklärt Politiklehrerin Lioba Hirsch nach der Podiumsdiskussion am Gymnasium in Lilienthal. In einem Crash-Kurs habe sie Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Kollegin Annekathrin Buck auf die anstehenden Kommunalwahlen vorbereitet.
03.09.2016, 00:00
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Von Petra Scheller
Crash-Kursus an der IGS

„Ich will politisch mitentscheiden. Ich gehe wählen. Schulpolitik und Gemeindeentwicklung sind mir unter anderem wichtig“, sagt Jana Schrader aus dem 12. Jahrgang des Gymnasiums Lilienthal.

Petra Scheller

Was ist eine Kommune? Was wollen die einzelnen Parteien? Warum gibt es in Niedersachsen das kommunale Wahlrecht ab 16 Jahren? Wer darf wählen? – Für diese und viele andere Fragen war im Unterricht an der IGS Lilienthal bislang wenig Zeit, erklärt Politiklehrerin Lioba Hirsch nach der Podiumsdiskussion am Gymnasium in Lilienthal. In einem Crash-Kurs habe sie Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Kollegin Annekathrin Buck auf die anstehenden Kommunalwahlen vorbereitet. Stets mit der Frage im Hinterkopf: Geht ihr wählen? Zweimal zwei Stunden standen den Klassen für politische Bildung zur Verfügung. „Zu wenig“, ziehen die Lehrerinnen Bilanz.

„Geht ihr wählen?“, fragt Lioba Hirsch nach der Diskussionsrunde im Forum des Gymnasiums. Die meisten ihrer Schülerinnen und Schüler beantworten diese Frage an diesem Vormittag mit „Ja“. Interesse an Schulpolitik, Entwicklung der Gemeinde und Gestaltungsmöglichkeiten ausnutzen, nennen die 16-Jährigen zur Begründung ihres Interesses. Viele von ihnen kritisieren jedoch die mangelnde Vorbereitung im Unterricht zum Thema. „Es gibt keine Probewahlen in unserer Klasse, ich kenne die Wahlzettel nicht“, so ein Mädchen der Integrierten Gesamtschule. Probewahlen stehen nur bei Landtagswahlen an, erklärt Annekathrin Buck.

Die Ergebnisse der Podiumsdiskussion werden von der Runde jedoch durchweg als positiv bewertet. Lioba Hirsch fragt nach der Bewertung der Kandidaten. „Wen würdet ihr als Bürgermeisterin oder Bürgermeister wählen?“, hakt sie nach. Acht von 22 Schülerinnen und Schülern wählen per Handzeichen Christian Tangermann, sechs Stimmen fallen auf den Freidemokraten John Hansen, drei Stimmen bekommt Sozialdemokrat Jens Erdmann. Die drei anderen Kandidaten gehen in dieser offenen Abstimmung leer aus. Fünf Schülerinnen und Schüler enthalten sich.

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