Forscher stellt Studie an Vögeln vor

Das Geheimnis des Altwerdens

Osterholz-Scharmbeck. Warum altern wir? Warum sterben wir? Und welche Faktoren beeinflussen das? Diesen Fragen widmete sich Professor Bart Kempenaers in seinem Vortrag „Die evolutionäre Theorie des Alterns – Warum leben manche Arten länger als andere?“ In der Biologischen Station Osterholz (BioS) stellte der Forscher eine Studie vor. Sein Forschungsobjekt waren Vögel.
26.11.2014, 00:00
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Von Biljana Neloska

Warum altern wir? Warum sterben wir? Und welche Faktoren beeinflussen das? Diesen Fragen widmete sich Professor Bart Kempenaers in seinem Vortrag „Die evolutionäre Theorie des Alterns – Warum leben manche Arten länger als andere?“ In der Biologischen Station Osterholz (BioS) stellte der Forscher eine Studie vor. Sein Forschungsobjekt waren Vögel.

Es gäbe zwei primäre Faktoren, die das Sterben beeinflussen, erklärte er: Den intrinsischen Teil der Mortalität und den extrinsischen. Ersterer beschreibt die nach innen wirkenden Faktoren. Heißt: „Irgendwann funktioniert unser Organismus nicht mehr ausreichend, um uns am Leben zu halten“, so Kempenaers. Der extrinsische Faktor umfasst alle Außenwirkungen auf den Organismus: „Man verletzt sich, fällt die Treppe runter oder stürzt mit dem Flugzeug ab.“ Beim Beispiel der Vögel sind diese äußerlichen Faktoren hauptsächlich andere Vögel, sogenannte Prädatoren, also Fressfeinde. „Größere Vögel fressen kleinere Vögel.“ Durch seine Untersuchungen wollte der Forscher aufzeigen, dass die Vögel, die viele Fressfeinde haben, allgemein auch eine kürzere Lebensdauer haben. Das konnte er anhand seiner Studie belegen. Warum wir Menschen eine relativ lange Lebensdauer haben, stellte er in Zusammenhang mit unserer Intelligenz und der evolutionären Entwicklung des Menschen. „Die extrinsischen Faktoren, die uns schaden, wie Krankheiten, haben wir im Laufe der Zeit, zumindest teilweise, eingedämmt.“ Am Ende des Vortrags weihte Kempenaers seine Zuhörer noch schmunzelnd in das Geheimnis des Lebensglücks ein: „Want what you have – Wollen Sie, was Sie schon haben. Sie haben schon ein langes Leben, also seien Sie glücklich.“ Das Publikum verabschiedete den Forscher lachend und applaudierend.

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