Szenische Lesung "Das Grauen ist nicht fassbar"

Das Grauen befand sich im Zweiten Weltkrieg gleich um die Ecke: In Lübberstedt stellten Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen Munition her. Jetzt machten sich 16 Schüler auf Spurensuche.
22.02.2018, 17:40
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Von Peter von Döllen

Ihnen habe die Arbeit an der szenischen Lesung Spaß gemacht, sagen die Schüler der BBS. Diese Erkenntnis fällt ihnen allerdings nicht leicht. Thema war die Muna in Lübberstedt, in der während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen Munition herstellten. Diese Woche berührten die 16 Schüler mit ihrer Aufführung die Besucher im kirchlichen Gemeindehaus in Axstedt.

Eingeladen hatte der Arbeitskreis Muna, der sich um die geschichtliche Aufarbeitung der Fabrik und des Außenlagers Bilohe bemüht. "Wir haben Briefe von Zeitzeugen unverändert verwendet", sagt Schülerin Nina Rust. Der BBS-Arbeitskreis hatte Post ehemaliger Arbeiterinnen vorliegen. Die Arbeit hat die Schüler nachdenklich zurückgelassen. "Es ist bedrückend; man kann nicht in Worten ausdrücken, was hier geschehen ist", findet Kassandra Knop. "Das Grauen ist nicht fassbar." Die BBS-Lehrerinnen Andrea Wintjen und Ute von Harten hatten die szenische Lesung als Unesco-Projekt initiiert.

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