Arbeitsgruppe stellt Ergebnisse vor Defizite bei der Betreuung

Von Peter von Döllen
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Von Peter von Döllen

Grasberg. Bildung in Grasberg: Dieses Thema hat einige Bürger in den Grasberger Hof gelockt. Doch es sind wenig Eltern darunter. 'Wir hätten gerne die Wünsche von Betroffenen gehört', bedauert die SPD-Politikerin Elke Schnakenberg. So fehlten Rückmeldungen, die die SPD mit ihrem Projekt 'Zukunft bilden' einbinden wollte. So bleibt Anke Kämna, Marion Schnakenberg und Elke Schnakenberg nur, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe 'Bildung' vorzustellen. Grasberg sei gut aufgestellt, finden die AG-Mitglieder. Doch bei der Integration von Kindern mit erhöhtem Förderungsbedarf und der Ganztagesbetreuung sehen sie Nachholbedarf.

Die AG 'Bildung' ist eine von drei Arbeitsgruppen, die sich im Frühsommer bei einer Klausurtagung gebildet haben. Der Grasberger SPD-Ortsverein wollte Bürgern die Möglichkeit geben, an der Weiterentwicklung der Gemeinde mitzuwirken, erläutert der Vorsitzende Hermann Bohling. Jetzt stellen die drei Arbeitsgruppen separat ihre vorläufigen Ergebnisse vor. Im Februar, kündigt Bohling an, soll alles in ein Gesamtkonzept einfließen.

Die Integration von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf in den normalen Kindergarten- und Schulbetrieb ist ein Wunsch der Arbeitsgruppe. Dabei komme es nicht auf die Ursache des Förderbedarfs an, betont Schnakenberg. Kinder mit Migrationshintergrund, Behinderungen oder Schwächen sollten möglichst in Regeleinrichtungen gemeinsam betreut werden. Das könne auf Kommunalebene kaum allein realisiert werden, meint Schnakenberg. 'Dafür sind gesetzliche Vorgaben nötig', sagt die Politikerin. Sie mahnt gleichzeitig Finanzmittel an. Das Land müsse beispielsweise Sozialpädagogen und Psychologen an allen Schulen bezahlen.

Ein weiterer Wunsch ist die Ganztagsbetreuung. 'Das Ganztagesangebot müsste ausgebaut werden', sagt Anke Kämna. Sie nennt bewusst auch die Außenbereiche von Grasberg. Vielleicht könnten hierfür die Dorfgemeinschaftshäuser genutzt werden, um dort Hausaufgabenhilfe und Spiele anzubieten. Viele Eltern bräuchten mehr Verlässlichkeit und Flexibilität bei der Betreuung. Immer wieder klafften Lücken, weil der Weg zur Arbeit vor Öffnung der Einrichtungen angetreten werden müsse. Während im Kindergarten häufig Lösungen gefunden werden, gebe es einen Bruch beim Übergang zur Schule. Variable Hortbetreuung sei nötig. Helfen könne auch ein Netz an Tagespflegepersonen, bei denen im Notfall Kinder untergebracht werden könnten. Bei der Tagesbetreuung spielt natürlich das Essen eine Rolle. Derzeit laufen Bedarfsabfragen in verschiedenen Kindergärten, die auch auf diese Frage eingehen, informierte Kämna.

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