Rotenburgs Bürgermeister spricht

Demo gegen Erdgasförderung

Rotenburg. Zu einer Kundgebung gegen die Erdgasförderung rufen mehrere Bürgerinitiativen für kommenden Sonnabend, 21. März, in Rotenburg auf.
19.03.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Johannes Heeg

Zu einer Kundgebung gegen die Erdgasförderung rufen mehrere Bürgerinitiativen für kommenden Sonnabend, 21. März, in Rotenburg auf. Die Teilnehmer treffen sich um 10.30 Uhr auf dem Neuen Markt in Rotenburg. Um 11 Uhr beginnt der Demonstrations-Zug durch die Innenstadt, gegen 11.40 Uhr soll auf dem Neuen Markt eine Abschlusskundgebung stattfinden. Als Sprecher sind der Rotenburger Bürgermeister Andreas Weber sowie Silke Döbel und Sabine Holsten von der Bürgerinitiative für Gesundheit Hemslingen/Söhlingen angekündigt.

Worum es geht, erklärt Sabine Holsten so: „Wir möchten unsere Mitmenschen ermuntern, sich über die Technologie des Frackens und des Gasbohrens Gedanken zu machen. Es sind alle Menschen aufgerufen, die bei dem Begriff des Frackens ein ungutes und vielleicht beklemmendes Gefühl haben.“ Aber nicht nur das Fracken sei das Problem, sondern das Gasbohren an sich habe der Menschheit schon viel Gift beschert. Holsten: „Wir wollen diesen Dreck nicht mehr.“

Wie berichtet, wurden 2013 im Landkreis Rotenburg 127,6 Millionen Liter giftiges Abwasser aus der Erdgasförderung ins Erdreich gepumpt. In den Jahren davor bis Dezember 2012 sind nach amtlichen Angaben und ebenfalls mit behördlichem Segen rund 3,45 Millionen Kubikmeter Abwasser aus der Erdgasförderung

auf diese Weise entsorgt worden – 3,45 Milliarden Liter. Dieses Lagerstättenwasser enthält Benzol und andere Gifte in hoher Konzentration.

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