Polizei im Landkreis Rotenburg ermittelt verstärkt Die dunkle Jahreszeit ist beliebt bei Einbrechern

Landkreis Rotenburg. Besonders die Dunkelheit ist die Zeit der Einbrecher. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit nutzen Kriminelle das frühe Einsetzen der Dämmerung, um auf Beutezug zu gehen. Dann sieht man die Täter zum einen schlechter, zum anderen können sie leichter nach lohnenden Objekten Ausschau zu halten. Deshalb sind es nicht nur die Nachtstunden, in denen Wohnungseinbrecher aktiv werden. Gern werden die dunklen Nachmittags- und frühen Abendstunden genutzt, wenn die meisten Bewohner außer Haus sind.
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Von Irene Niehaus

Landkreis Rotenburg. Besonders die Dunkelheit ist die Zeit der Einbrecher. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit nutzen Kriminelle das frühe Einsetzen der Dämmerung, um auf Beutezug zu gehen. Dann sieht man die Täter zum einen schlechter, zum anderen können sie leichter nach lohnenden Objekten Ausschau zu halten. Deshalb sind es nicht nur die Nachtstunden, in denen Wohnungseinbrecher aktiv werden. Gern werden die dunklen Nachmittags- und frühen Abendstunden genutzt, wenn die meisten Bewohner außer Haus sind.

'Natürlich kann man nicht ständig zu Hause bleiben, um seine ?vier Wände? vor unerwünschten Eindringlingen zu beschützen', weiß Rotenburgs Polizeisprecher Detlev Kaldinski. Aber in vielen Fällen werde es den Einbrechern zu leicht gemacht, findet er: Offensichtlich verlassene Häuser, leere Garagen oder ungeleerte Briefkästen gäben Kriminellen Hinweise auf eine günstige Gelegenheit. 'Gekippte Fenster oder fehlende Beleuchtung gerade im rückwärtigen Bereich eines Hauses erleichtern das unerlaubte Eindringen in die Privatsphäre obendrein.'

Einbrüche in Wohnbereiche bedeuten laut Kaldinski für die Opfer immer auch eine psychische Belastung, die nicht selten schwerer wiegen als der Verlust persönlichen Eigentums. 'Die Opfer erholen sich erst nach langer Zeit von den Erlebnissen', berichtet er. Neben der Beachtung von allgemeinen Ratschlägen zum Einbruchsschutz können Haus- und Wohnungsbesitzer mit einfachen technischen Mitteln für viel Sicherheit sorgen. Einbrecher gehen in der Regel kein hohes Risiko ein, so die Überzeugung der Ermittler. Wenn die Täter annehmen, dass das Haus bewohnt ist oder dass es sehr lange dauert, bis ein Fenster oder eine Tür aufgebrochen ist, lassen sie lieber die Finger vom Tatobjekt.

Einen zusätzlichen Schutz bieten wachsame Nachbarn, so die Polizei. Gerade tagsüber ließen sich Einbrüche leicht verhindern, wenn Nachbarn aufpassten und fremde Personen im Haus oder auf dem Nachbargrundstück im Auge behielten und diese gegebenenfalls ansprächen. Sie könnten dabei helfen, dass die Wohnung länger abwesender Nachbarn einen bewohnten Eindruck erwecke. Verdächtige Beobachtungen sollten der Polizei sofort über den Notruf 110 gemeldet werden.

Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor ungebetenen kriminellen Gästen schützen kann: Bei Einbruch der Dunkelheit sollten die Rollläden heruntergelassen und die Innenbeleuchtung eingeschaltet sein. Bewegungsmelder mit hellen Lampen sollten insbesondere an der Rückseite des Hauses, vor allem im Bereich von Terrassen und Fenstern angebracht sein. In Mehrfamilienhäusern sollte tagsüber die Hauseingangstür geschlossen sein. Wohnungstüren sollte abgeschlossen werden, wenn man die Wohnung verlässt, Fenster nicht auf 'Kipp' stehen, und auch das Garagentor sollte geschlossen sein, auch wenn das Auto nicht in der Garage steht. Und Türen, Fenster und Kellerschächte sollten mit mechanischen Sicherungen geschützt werden.

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